Kreis Südliche Weinstraße RHEINPFALZ Plus Artikel Bornheim: Freundeskreis „Die Wachthäusler“ feiert 25-jähriges Bestehen mit Veranstaltungen

Das Wachthäusel wurde 1835 erbaut.
Das Wachthäusel wurde 1835 erbaut. Foto: Iversen

Der Freundeskreis „Die Wachthäusler“ in Bornheim feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Einst gab es im Ort noch Nachtwächter, die in der Dunkelheit durch die Straßen zogen und für Ruhe und Ordnung sorgten. Die Erinnerungen an dieses Brauchtum will der Verein wachhalten.

Die Zeiten sind längst vorbei, als Nachtwächter in Bornheim unterwegs waren. Geblieben ist allerdings die Wachstube der Nachtwächter, das 1835 erbaute „Wachthäusel“, das seit 25 Jahren vom Freundeskreis „Die Wachthäusler“ genutzt wird „Es ist eine Sehenswürdigkeit, die wir erhalten wollen“, sagt Karin Hechler, Vorsitzende des Vereins, im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Deshalb trafen sich am 13. November 1995 32 Bürger zur Gründungsversammlung des Freundeskreises im Rathaus. Aktuell zählt der Verein 91 Mitglieder.

Ein Blick in die Geschichte: Das Wachthäusel neben der katholischen Kirche wurde als Wachtstube für den Nachtwächter und als Arrestzelle errichtet. Ende der 60er-Jahre des 19. Jahrhunderts wurde es erweitert, um die Feuerspritze unterzubringen. 1940 stellte die Gemeinde das Wachthäusel, das für den ursprünglichen Zweck schon längere Zeit nicht mehr benötigt wurde, der Milchlieferungsgenossenschaft für 25 Jahre zur Verfügung. Danach stand das Gebäude leer.

Gebäude stand lange Zeit leer

Anfang der 1990er-Jahre wurde die Außenfassade renoviert. Erst 1994 wurde das Wachthäusel wieder genutzt – als Ausschankstelle der katholischen Kita für das damalige Saubrunnenfest. Dafür waren zunächst die Innenräume renoviert worden. Schließlich wurde das Gebäude auch für die Weinkerwe geöffnet. Erfolgreich. Das führte dazu, dass das Wachthäusel umgestaltet und erweitert wurde, um es ganzjährig nutzbar zu machen.

Ab 1998 konnten dann der Freundeskreis und auch andere Vereine das Wachthäusel für ihre Vorhaben nutzen. Zeitweise wurde dort ganzjährig Musikunterricht angeboten, wodurch auch die Wachthäusel–Combo entstanden ist – die jetzige Band Guardhouse. In den Herbst- und Wintermonaten werden inzwischen auch Veranstaltungen der „Wachthäusler“ im Dorfgemeinschaftshaus mit Künstlern ausgerichtet. Die Einnahmen gehen immer an soziale Einrichtungen. „Unser Ziel ist und bleibt es, hilfsbedürftige Personen sowie Einrichtungen zu unterstützen“, sagt Hechler.

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