Offenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Baumarkt-Boom bringt Steuerplus

„2020 ist für Hornbach ein goldenes Jahr. Weil die Umsätze enorm gestiegen sind, steigen auch die Steuereinnahmen in Bornheim en
"2020 ist für Hornbach ein goldenes Jahr. Weil die Umsätze enorm gestiegen sind, steigen auch die Steuereinnahmen in Bornheim enorm.

Es gibt immer was zu tun – so lautet ein Slogan von Hornbach. Die Baumarkt-Gruppe aus Bornheim hat in diesem für viele Branchen schwierigen Corona-Jahr einen Boom erlebt. Besonders im Frühjahr klingelten ob des Kundenansturms die Kassen. Das freut die Verbandsgemeinde Offenbach bezüglich ihrer Etatplanung für das kommende Jahr.

„Eigentlich hatten wir wegen Corona etwas Bammel davor, wie sich der Haushalt entwickeln könnte, aber die Planung war selten stressfreier“, sagt ein sichtlich zufriedener Axel Wassyl im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Der parteilose Bürgermeister der Verbandsgemeinde Offenbach freut sich vor allem über die hohen Steuereinnahmen in Bornheim. „Die Ortsgemeinde hat sich gewaltig entwickelt.“ Zur Einordnung: Der kleine Ort weist ein Steuerplus von 97 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr auf – das ist einmalig an der Südlichen Weinstraße.

Die Ursache für diese gewaltige Entwicklung in Bornheim, wie es Wassyl formuliert, ist ganz offensichtlich vor allem der Umsatz der Hornbach-Gruppe, was sich aus den Haushaltszahlen ableiten lässt. Als im Frühjahr wegen des ersten Lockdowns Vertreter zahlreicher Branchen ihre Läden schließen mussten, rannten die Kunden den Baumärkten fast die Türen ein. Das schlägt sich nicht nur bei den Umsatzzahlen nieder, sondern auch bei den Steuereinnahmen. Auch in anderen Gewerbezweigen seiner Kommune stimmten die Zahlen trotz dieser schwierigen Situation, sagt Wassyl.

Umlage soll sinken

Aufgrund der guten Einnahmesituation könne die Verbandsgemeindeumlage von derzeit 35,5 um 3,5 Prozentpunkte auf 32 Prozent gesenkt werden, was eine Entlastung für die vier Ortsgemeinden Offenbach, Bornheim, Hochstadt und Essingen zur Folge hätte. Der Ergebnishaushalt wird im kommenden Jahr laut Prognose einen Überschuss von 127.000 Euro haben.

Ein weiterer Grund, positiv in die Zukunft blicken zu können, sei, dass viele Projekte in den vergangenen Jahren angegangen worden seien, sagt Wassyl. „Bei den Schulen haben wir viel investiert, auch das Queichtalbad ist saniert worden.“ Heißt: Die Anzahl der drängenden Projekte ist überschaubar, denn jedes Vorhaben kostet eben Geld.

Rathaus soll im Sommer fertig sein

Im Bau befindet sich derzeit das neue Rathaus, das im Sommer eingeweiht werden soll. Zudem soll das Foyer der Queichtalhalle erweitert werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird 2021 bei 536 Euro liegen, der Landesschnitt beträgt 651 Euro. Der Schuldenstand wird laut Prognosen Ende nächsten Jahres bei rund 7,45 Millionen Euro liegen.

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