Kreis Südliche Weinstraße „Aufgabe des Restaurants nie ein Thema“

Die Auslastung des Culinariums liege im Jahresschnitt bei 70 Prozent, in der Hauptsaison bei 100 Prozent, sagen Felicitas und Ni
Die Auslastung des Culinariums liege im Jahresschnitt bei 70 Prozent, in der Hauptsaison bei 100 Prozent, sagen Felicitas und Nico Krüger.

„Wir sagen ein deutliches Ja zum Culinarium und zum Standort Bad Bergzabern, wir bleiben Pächter, es gab nie andere Überlegungen, unsere Erwartungen haben sich erfüllt“, sagen Felicitas und Nico Krüger, Pächter des Restaurants Culinarium im Haus des Gastes am Kurpark. Sie wollen damit hartnäckigen Gerüchten begegnen, dass sie das Restaurant aufgeben wollen.

„Es hat sogar Gäste gegeben, die gekommen sind, um ein letztes Mal bei uns zu essen“, wundert sich das Ehepaar über das Gerücht, das viele Gäste verunsichert hat. Wie es entstanden ist, wissen sie nicht. Die Aufgabe des Restaurants sei nie ein Thema gewesen. „Wir haben den Pachtvertrag mit der Stadt, mit der die Zusammenarbeit hervorragend ist, jetzt bis 2023 abgeschlossen, um ein ganz deutliches Zeichen zu setzen“, sagt Nico Krüger. Der Vertrag verlängere sich dann jeweils um fünf Jahre. Krüger ist als gelernter Koch für die Speisekarte zuständig, seine Frau Felicitas als gelernte Hotelfachfrau für Service und Büroarbeit. 2010, nach dem Umbau des Hauses des Gastes, waren die beiden zusammen mit Dieter Toffolo, dem Betreiber der Gastronomie in der Therme, Pächter des Culinariums. Seit 2016 sind sie mit der Krüger Gastronomie GmbH alleinige Betreiber. Das Restaurant hat 120 Sitzplätze, der Außenbereich rund 100, dazu kommen Veranstaltungen im großen Saal, der mit rund 250 Plätzen bestuhlt werden kann. Viele Hochzeiten, Geburtstage oder Firmenveranstaltungen für den großen Saal sind bereits für dieses Jahr gebucht, Events wie die Küchen- oder Grillparty schon Wochen vorher ausverkauft. „Wir haben viele Stammgäste, die nicht nur aus der unmittelbaren Umgebung kommen“, erzählt Nico Krüger. Im Jahresschnitt liege die Auslastung des Hauses, das schwarze Zahlen schreibe, bei 70 Prozent, in der Hauptsaison bei 100 Prozent. Einen Grund dafür, dass es so gut laufe, sehen die Krügers in der Entscheidung, das Catering nur noch für private oder geschäftliche und nicht mehr für öffentliche Veranstaltungen zu machen. „Das schont das Personal, senkt Kosten und meine Frau und ich sind wesentlich entspannter“, sagt Nico Krüger. Lob gibt es für die Mitarbeiter. „Wir sind ein eingespieltes Team, viele Mitarbeiter sind schon lange bei uns, das ist ein Luxus in der Gastronomie“, sprechen sie den Arbeitskräftemangel in ihrer Branche an. Sechs Mitarbeiter, davon vier Köche, sind in der Küche beschäftigt. Zusammen mit Felicitas Krüger arbeiten weitere sechs Angestellte im Service und als Reinigungskräfte. Gesucht wird noch ein weiterer gelernter Koch. Den wichtigsten Erfolgsgrund sieht der Koch im kulinarischen Angebot. Ein „grundehrliches Essen“ sei immer sein Vorsatz gewesen. Es gebe keine Fertigprodukte, und soweit möglich, beziehe er regionale Produkte. Wie derzeit Spargel. „Bis heute sind in dieser Saison 150 Kilo angerichtet worden.“ Dass die Sauce Hollandaise selbst gemacht ist, versteht sich bei ihm von selbst. Selbstverständlich ist für ihn auch, dass Gerichte für Vegetarier und Veganer angeboten werden. Info Geöffnet ist das Culinarium von April bis Oktober ab 11 Uhr, bis 21.30 Uhr gibt es warme Küche. Dienstag und Mittwoch ist Ruhetag.

x