Kreis Südliche Weinstraße Auf Erkundungstour im Einsatzwagen

Matthias Becker erklärt das Material der Feuerwehr Billigheim Steffen, Frank, Philipp und Joey (von links).
Matthias Becker erklärt das Material der Feuerwehr Billigheim Steffen, Frank, Philipp und Joey (von links).

Helme aufsetzen, Wasserschlauch festhalten und Feuer löschen – rund ums Feuerwehrhaus in Billigheim war am Brückentag ganz schöner Trubel. Denn 32 Menschen mit Behinderung und ihre sechs Betreuer waren beim Aktionstag der Feuerwehr Billigheim-Ingenheim/Impflingen dabei. Er wurde zum ersten Mal angeboten.

An mehreren Stationen konnten sich die Teilnehmer des „Baf“-Aktionstages (siehe Stichwort) aus den verschiedenen Betreuungseinrichtungen in der Südpfalz als Feuerwehrleute versuchen. Zuerst im Mittelpunkt des Interesses: das große, rote Feuerwehrauto. Nicht nur den Erklärungen folgten die Teilnehmer gespannt. Sie waren auch mit Eifer dabei, die Ladung zu erkunden. „Ein Teilnehmer war ganz begeistert vom Funk im Fahrzeug und hat ihn auch direkt ausprobiert“, sagte Wehrführer Nicola Krämer der RHEINPFALZ. An den anderen Stationen, die von zwölf ehrenamtlichen Feuerwehrleuten und acht Mitgliedern der Jugendfeuerwehr betreut wurden, konnten die Menschen mit Behinderung die Schutzausrüstung anprobieren, bekamen verschiedene Knoten oder den Feuerlöscher erklärt oder packten beim Schlauchrollen mit an. Dabei lag der Fokus vor allem auf den praktischen Aktionen: So zogen beispielsweise dicke Rauchschwaden über das Gelände, um zu verdeutlichen, wie schnell sich Rauch ausbreitet und wie gefährlich dies bei einem Brand sein kann. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es besonders heiß her auf dem Feuerwehrgelände. Die Jugendfeuerwehr sollte einen Brand selbst löschen – und bekam dabei natürlich tatkräftige Unterstützung von den Teilnehmern. „Es ist für alle Beteiligte eine gute Erfahrung“, sagte Feuerwehrmann Sascha Neu, der den Aktionstag organisiert hatte. „Wir wollen den Menschen mit Behinderung – und nicht nur denen – die Arbeit der Feuerwehr näherbringen und soziale Verantwortung übernehmen.“

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