Kreis Südliche Weinstraße Auf der Suche nach Antworten

Bei dem Unfall zwischen Hochstadt und Offenbach ist ein Sachschaden von rund 20.000 Euro entstanden.
Bei dem Unfall zwischen Hochstadt und Offenbach ist ein Sachschaden von rund 20.000 Euro entstanden.

«Hochstadt.» Wie konnte es dazu kommen, dass ein Auto am Sonntag mit einer Draisine auf der Kreisstraße zwischen Hochstadt und Offenbach kollidiert ist? Dieser Frage geht nun ein Gutachter nach, wie die Polizei auf Anfrage der RHEINPFALZ mitteilt. Wie berichtet, waren fünf Personen schwer verletzt worden, die mit einer Draisine einen Bahnübergang hatten überqueren wollen. Ein 26-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Germersheim hatte das Gefährt mit seinem Wagen erfasst. Durch die Wucht des Aufpralls war die Draisine aus den Schienen katapultiert worden und mehrere Meter entfernt auf der Kreisstraße gelandet. Die fünf Insassen – drei Frauen, zwei Männer – im Alter zwischen 58 bis 63 Jahren aus Brühl und Mannheim – wurden in Krankenhäuser gebracht. Sie schweben nicht in Lebensgefahr. Der Autofahrer des Kleinwagens und sein Mitinsasse waren nicht verletzt worden. Es entstand ein Schaden von zirka 20.000 Euro. Für die Unfallaufnahme wurde die Straße gesperrt. „Wir haben noch nie einen solchen Unfall erlebt“, sagt Christine Bauer, Geschäftsführerin der Südpfalz-Draisinenbahn mit Sitz in Westheim, im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Das bestätigt auch die Polizei. Jeder Fahrgast erhalte vor dem Start eine mündliche Einweisung über die Verhaltensregeln auf der zwölf Kilometer langen Strecke zwischen Bornheim und Westheim, zudem bekomme jeder diese Informationen nochmals schriftlich, betont Bauer. Auf der Strecke gebe es mehrere Stellen, an denen die Draisinenfahrer stark befahrene Straßen kreuzen müssten – wie die Kreisstraße zwischen Hochstadt und Offenbach. Um diese Stellen queren zu können, müsse immer ein Fahrgast absteigen, eine Schranke öffnen und dann eine Ampelanlage für den Straßenverkehr betätigen. Dafür müsse er eine Warnweste anziehen, die in jeder Draisine bereit liege, und die Situation auf der Straße beobachten. „Ich war am Sonntag am Unfallort und bin mir sicher, dass unsere Gäste diese Regeln befolgt haben“, sagt Bauer, die seit sieben Jahren das Draisinenbahnunternehmen betreibt.

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