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Das umgebaute Feuerwehrhaus in Kapsweyer hat jetzt nicht nur Sozialräume, sondern auch ein neues Dach. Auch das wurde gestern ge
Das umgebaute Feuerwehrhaus in Kapsweyer hat jetzt nicht nur Sozialräume, sondern auch ein neues Dach. Auch das wurde gestern gefeiert.

Unter großer Beteiligung der Einwohner und benachbarter Feuerwehren wurde gestern in Kapsweyer ein fünf Tonnen schweres Feuerwehrfahrzeug, ein Kleinlöschfahrzeug, offiziell in Dienst gestellt. Es löst das Tragkraftspritzenfahrzeug, Baujahr 1991, ab. Rund 106.000 Euro hat das neue Fahrzeug gekostet. Das Aufbaukonzept schafft mit kompakten Abmessungen und relativ geringem Gewicht viel Raum für eine sechsköpfige Feuerwehrmannschaft und Ausrüstung, ohne dass auf Sicherheit und Leistung verzichtet werden muss. Das Kleinlöschfahrzeug dient überwiegend der Brandbekämpfung und soll mit dem mitgeführten Löschwasser die selbstständige Bekämpfung von Kleinbränden unabhängig von einer externen Wasserversorgung ermöglichen, was mit dem Vorgängerfahrzeug nicht möglich war. Martin Engelhard (FWG), Feuerwehrdezernent der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, erinnerte gestern daran, dass der Zuschussantrag für die Beschaffung des Fahrzeugs bereits im Mai 2015 gestellt worden sei. Der Verbandsgemeinderat habe im selben Jahr 110.000 Euro im Haushalt zur Verfügung gestellt. Nun sei der Wunsch endlich in Erfüllung gegangen. Aus den Händen von Verbandsbürgermeister Hermann Bohrer (SPD) wanderten bei der offiziellen Indienstnahme die Fahrzeugschlüssel zum neuen Wehrführer Manuel Kreiselmeyer, der zuvor auf die Dauer von zehn Jahren die Ernennungsurkunde erhielt. Der 30-Jährige, der seit der Jugendfeuerwehr und damit seit rund 20 Jahren bei der Feuerwehr ist, war zuvor stellvertretender Wehrführer. Er arbeitet in der Qualitätsprüfung bei Michelin in Karlsruhe. Die Position des stellvertretenden Wehrführers nimmt künftig Gabriel Becker ein. Wolfgang Frey, der seit 1979 bei der Feuerwehr tätig ist, wurde als Wehrführer, der er 22 Jahre war, entpflichtet. Für seine besonderen Verdienste überreichte ihm Engelhard das vom Innenminister verliehene Silberne Feuerwehrabzeichen am Bande. Gleich mehrere Redner bedankten sich bei ihm für die jahrelange ehrenamtliche Arbeit. Frey habe es verstanden, die Wehr in Kapsweyer hervorragend aufzustellen und seine Nachfolge zu regeln. Er sei für seine Kameraden durchs Feuer gegangen, hieß es bei den Lobreden. Rund 50.000 Euro und nicht weniger als 17.000 freiwillige Arbeitsstunden wurden in der jüngsten Vergangenheit in den Umbau und die energetische Sanierung des Feuerwehrhauses investiert. Das erste Obergeschoss, bislang Speicherraum, wurde für Sozialräume um- und aufgebaut, das Dach vollständig erneuert sowie ein Fluchtweg samt Treppe geschaffen. An manchen Tagen waren 15 Helfer im Einsatz. Der „harte Kern“ waren neun Feuerwehrmänner, die ihre Freizeit für dieses Projekt eingesetzt haben. Kapsweyers Ortsbürgermeister Felix Schönung (FWG) sprach von einer großartigen Gemeinschaftsleistung der Feuerwehrleute. Der Förderverein habe allein 10.000 Euro für dieses Bauvorhaben flüssig gemacht.

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