Kreis Südliche Weinstraße Alles im Fluss
Überraschende Nachrichten haben die vor Kurzem für die Offenlegung des Erlenbachs im Kurpark beauftragten Firmen dem Bauausschuss der Stadt Bad Bergzabern präsentiert. Die Fertigstellung bis Ende 2019 werde funktionieren, zudem werde das Projekt günstiger als geplant. Vor 2020 war bisher nicht mit einem Abschluss der Arbeiten gerechnet worden.
„Es ist ein hochinteressantes, in der Öffentlichkeit intensiv verfolgtes Projekt“, sagte Projektleiter und Bauingenieur Dirk Jelinek von der Firma „ipr consult“ aus Neustadt, der zusammen mit Geschäftsführer Jürgen Pappon dem Bau- und Planungsausschuss der Stadt die ersten Überlegungen zur Offenlegung des Erlenbachs im Kurpark vorstellte. Auf einer Fläche von rund 11.000 Quadratmetern und einer Länge von zirka 800 Metern soll der derzeit durch Rohre fließende Bach vom Schwanenweiher bis zur Therme offengelegt werden. „Mit 100 bis 120 Litern Durchfluss pro Sekunde ist es ein zarteres Gewässer, das einer zarten Behandlung bedarf“, betonte Jelinek. Ein zentraler Punkt der Planung ist die Höherlegung des Bachbetts, das künftig 60 Zentimeter bis maximal einen Meter tief verlaufen soll. In der bisherigen Planung waren zwei bis zweieinhalb Meter vorgesehen. „Wenn wir das Gewässer sehr oberflächennah zum Laufen bringen, hat das große Vorteile“, erklärte der Projektleiter. Das seien unter anderem die bessere Erlebbarkeit und weniger Kosten für die Bachbett- und Randbefestigung. Mit im Boot bei der Planung und Ausführung ist auch Landschaftsarchitektin Ute Züge, Geschäftsführerin der Firma „L.A.U.B.“ aus Kaiserslautern. „Wir haben eine wunderschöne Landschaftssituation, der Gewässerlauf kann in vielen Teilen naturnah gestaltet werden, das minimiert den Pflegeaufwand“, sagte sie. Kein Problem sehen die Firmen beim geplanten Ende der Bauarbeiten Ende 2019 und können sich ein Einsparpotenzial von bis zu einem Fünftel der veranschlagten Gesamtkosten von 3,8 Millionen vorstellen. Gefördert wird das Projekt zu 90 Prozent von der Aktion „Blau Plus“, einem Landesprogramm zur Herstellung von Fließgewässern. Rund 450.000 Euro werden nach derzeitigen Berechnungen noch aus der Stadtkasse bezahlt werden müssen.