Bad Bergzabern Alfred-Grosser-Schulzentrum: Großes Fest mit Hunderten Ehemaligen

Auch Tanzeinlagen hatten die Schüler einstudiert.
Auch Tanzeinlagen hatten die Schüler einstudiert.

Das Schuljahr ist nur wenige Woche alt, und doch hat das Alfred-Grosser-Schulzentrum schon einige Höhepunkte. Anlass ist ein großes Jubiläum, das Überraschungen bereithält.

Wenn Schüler ein Stück auf Latein auf die Bühne bringen, mehrere Audiobeiträge produzieren, neudeutsch Podcasts genannt, in denen sie mit Interviewpartnern über Austauschprojekte, die Rückkehr der Mensa, Demokratie und mehr sprechen, und bald auch noch ein Tiny-Forest-Projekt realisieren, einen Mini-Wald mit 500 Zukunftsbäumen auf einer überschaubaren Fläche, dann ist das kein gewöhnliches Jahr. Das Alfred-Grosser-Schulzentrum in Bad Bergzabern feiert aber auch ein besonderes Jubiläum.

Was es zu feiern gibt

Das Gymnasium und die benachbarte Realschule plus mit Fachoberschule erinnern an die Lateinschule, die vor 500 Jahren in der Kurstadt gegründet wurde und den Ursprung ihrer Einrichtungen bildet. Um das zu feiern, wurde ein Programm auf die Beine gestellt, und zwar für das ganze Jahr 2025.

Alle Jahrgänge konnten beim großen Schulfest am Samstag Besuchern zeigen, was sie bei der Projektwoche am Ende des vergangenen Schuljahres gemacht hatten. Etwa 3D-Welten, die die Kinder mithilfe einer App erschufen. Andere beschäftigten sich beispielsweise mit alten Rezepten oder bastelten aus Blättern von Bäumen kreative Lesezeichen.

Frühere Schulbands sorgten beim Ehemaligentreffen für gute Stimmung in der Aula.
Frühere Schulbands sorgten beim Ehemaligentreffen für gute Stimmung in der Aula.

Schulleiter: „Was ist Schule der Zukunft?“

Den Start in die Jubiläumsfeierlichkeiten hatten zwei Konzerte markiert, die es Ende Juni in Bad Bergzabern beziehungsweise in Weißenburg gab. Welch Musiktalente in der Schulgemeinschaft stecken, wurde auch bei den Vorführungen beim Schulfest am Samstag deutlich. Neben den Darbietungen der Jazz Combo gab es mitreißende Gesangseinlagen.

Die beiden Schulleiter, Kerstin Ellerwald von der Realschule plus und Pete Allmann vom Gymnasium, hatten sich vor den Feierlichkeiten gewünscht, durch die gemeinsamen Aktionen den Schülern einen Denkanstoß geben zu können, was die Schule der Zukunft ausmacht. Stichwort Künstliche Intelligenz. Dieser Frage gingen zwei Ehemalige beim Festakt am Freitagabend im Haus des Gastes auf den Grund, Peter Fischer und Stefan Knerr, der eine Professor an der Uni Heidelberg, der andere Gründer mehrerer Start-ups und mittlerweile in Frankreich heimisch.

Hunderte Ehemalige kehren an alte Schule zurück

Generell waren die Ehemaligen angesprochen, am Festwochenende dabei zu sein. Für sie wurde am Sonntagvormittag eine Matinee organisiert. Rund 700 Anmeldungen hatte Allmann registriert. Wobei am Ende wohl mehr nach Bad Bergzabern kamen, um beim großen Wiedersehen auf dem Schulgelände mit alten Weggefährten ins Gespräch zu kommen. So viele frühere Jahrgänge zusammenzubekommen, hat Seltenheitswert. Und frühere Schülerbands wussten, die Masse bestens zu unterhalten und zum Tanzen zu animieren.

Und es gibt noch Nachschlag: Am Freitag und Samstag, 5. und 6. September, wird die Gemeinsame Orientierungsstufe (GOS) das multilinguale Stück „Das Apfelkomp(l)ott“ aufführen, bei der es auch um den deutsch-französischen Austausch geht, der das Schulzentrum im Süden des Landkreises ebenso auszeichnet.

Wobei vor dem Hintergrund des europäischen Austauschprogramms Erasmus unter anderem auch mit Norwegen Kontakte bestehen. Schüler, die aus Skandinavien in die Südpfalz gereist waren, hatten ihren Aufenthalt extra um einen Tag verlängert, um bei diesem Schulfest dabei zu sein.

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