Kreis Südliche Weinstraße Abtauchen ins 20. Jahrhundert

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„Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme – Streiflichter auf die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert“ – so heißt der Titel einer Ausstellung im Museum Herxheim, die morgen eröffnet wird. Unterstützt wird die Ausstellung, die bis zum 4. Januar geöffnet hat, vom Archiv der Verbandsgemeinde Herxheim.

Der englische Historiker Eric Hobsbawm nannte das 20. Jahrhundert das „Zeitalter der Extreme“, geprägt von Totalitarismen, Weltkriegen und dem Kampf der Demokratien ums Überleben. Die Ausstellung „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme“ greift alle zentralen Themen des Erinnerungsjahrs 2014 auf und erzählt Europas „kurzes“ 20. Jahrhundert als dramatische Geschichte zwischen Freiheit und Tyrannei, zwischen Demokratie und Diktatur, zwischen 1914 und 1989. Sie lädt zu einer historischen Ortsbestimmung ein, zu der das Jahr 2014 herausfordert: 2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal, 75 Jahre sind seit Beginn des von Deutschland entfesselten Zweiten Weltkriegs vergangen, 25 Jahre seit den friedlichen Revolutionen und zehn Jahre seit der EU-Osterweiterung. Auf 26 Tafeln präsentiert die Ausstellung neben informativen Texten rund 190 zeithistorische Fotos. Das Besondere sind aber 24 historische Tondokumente, die mit internetfähigen Telefonen via QR-Codes abgerufen werden können. So tauchen die Besucher nicht nur per Text und Bild, sondern mit O-Tönen aus dem ereignisreichen 20. Jahrhundert in die Vergangenheit ein. Herausgegeben wurde die Ausstellung vom Institut für Zeitgeschichte, von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Institut für Zeitgeschichte und Deutschlandradio Kultur. Das Museum Herxheim und das Archiv der Verbandsgemeinde Herxheim erweitern diese Ausstellung um Herxheimer Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg und historische Dokumente, darunter das Originaltelegramm, mit dem das Kriegsministerium die Verhängung des Kriegszustands übermittelte. (rhp)

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