Billigheim-Ingenheim 7,4 Millionen-Euro-Projekt: Klärschlamm als Energiequelle

Die modernisierte Kläranlage aus der Luft.
Die modernisierte Kläranlage aus der Luft.

Klärschlamm-Faulung klingt übel, ist aber eine saubere Sache. Denn dabei wird Energie gewonnen. Am Freitag ist die für rund 7,4 Millionen Euro modernisierte und von Land und Bund geförderte Kläranlage in Billigheim-Ingenheim eingeweiht worden. Im März 2021 war mit dem Umbau begonnen worden. In der Anlage wird die eingangs erwähnte Form der Energiegewinnung genutzt. Durch die Umwandlung des Klärschlamms in Energie reduziert sich die jährliche Klärschlammmenge von 2000 auf 1400 Tonnen. Zunächst wird der Klärschlamm aus dem Abwasser abgezogen. Dann kommt er in den Faulbehälter, wo er von Bakterien zersetzt wird. Aus dem eingedickten Rohschlamm, der in seiner Konsistenz einem Eintopf gleicht, wird Methangas gewonnen. Dieses wird in ein Blockheizkraftwerk eingespeist, wo ein Motor mit Generator elektrische Energie erzeugt, die dann unmittelbar zum Betrieb der Kläranlage genutzt wird. So können pro Jahr bis zu 250.000 Euro an Betriebskosten eingespart werden, wie der Werkleiter der VG Landau-Land, Christian Dennler, erklärte. Die Kohlendioxid (Co2)-Emissionen der Anlage verringern sich nach Angaben der Verantwortlichen um 65 Prozent.

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