Kreis Südliche Weinstraße 30 Lkw-Ladungen Erdaushub im Wingert

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Große Erdauffüllungen muten nicht nur im Wald verdächtig an, sondern auch im Wingert. Im Zuge der Berichterstattung über die Erdablagerungen der Trifels Natur GmbH Annweiler hatte uns ein Leser über seine Beobachtungen in der Nähe von Eschbach aufmerksam gemacht. Die Sache sei aber naturschutzrechtlich nicht relevant, so der Kreis.

Etwa 30 Lkw-Ladungen Erdaushub seien zwischen Eschbach und Göcklingen neben einer Halle, die Mitte 2015 fertiggestellt worden war, abgelagert worden, berichtet die Kreisverwaltung auf Nachfrage. Die Grundstücke seien vorher als Weinberg genutzt worden. Bei einer Ortsbegehung nahmen die Untere Naturschutzbehörde und die Bauaufsicht des Kreises die Erdberge, die noch nicht einplaniert waren, unter die Lupe. Zuvor hatte das Referat Wasserwirtschaft des Kreises auf Information des Wasser- und Bodenverbands die Naturschutzbehörde über die Auffüllungen informiert. Eine Raupe zum Verfüllen der Erdmassen steht noch immer auf dem Gelände. In der Nähe gibt es einen weiteren Platz am Krottenbach, wo Erdaushub abgelagert worden war. Hier sei dieser bereits auf etwa der Hälfte der Grundstücksfläche einplaniert worden, so die Kreisverwaltung. Daher sei schwer einschätzbar, wie viel Erde angeliefert worden sei. Vor den Auffüllungen sei die Fläche als Acker genutzt worden. In beiden Fällen sei der Sachverhalt „naturschutzrechtlich nicht relevant“, gibt die Kreisverwaltung Entwarnung. „Die Auffüllungen belasten den Naturhaushalt und das Landschaftsbild nicht“, so Rüdiger Schickel, Referatsleiter der Unteren Naturschützbehörde, da sie einplaniert maximal 15 Zentimeter Höhenunterschied aufwiesen. Beide Areale zusammen umfassten etwa eine Fläche von 3000 Quadratmetern. Die Bauaufsicht prüfe allerdings noch, ob die Erdablagerungen den baurechtlichen Bestimmungen entsprechen. Dafür werde mit den Grundstückseigentümern und dem Besitzer der Raupe Kontakt aufgenommen, so Schickel. Wie mehrfach berichtet, hatten fünf Erdauffüllungen im Wald um Annweiler für Aufsehen gesorgt. Es laufen Ermittlungen von Naturschutzbehörden und Staatsanwaltschaft gegen die stadteigene Forstgesellschaft Trifels Natur wegen Ablagerungen über der Genehmigungsschwelle und unerlaubten Umgangs mit Abfällen. Beim Verwaltungsgericht in Neustadt ist ein Verfahren anhängig. (höj)

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