Kreis Südliche Weinstraße 20 Jahre Dorfchef

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Ein Mann mit einem bewegten Leben feiert heute bei bester Gesundheit seinen 70. Geburtstag: Hermann Hahn, seit mehr als 20 Jahren Ortsbürgermeister der 189-Einwohner-Gemeinde Münchweiler.

Hahn wurde am 7. Januar 1945 in Hassagy in Ungarn als fünftes von acht Kindern geboren. 1948 wurde die Familie aus ihrer Heimat vertrieben und landete in Zittau (Oberlausitz). Weitere Stationen waren ein Lager bei Mainz und Queichheim. 1951 kam die Familie nach Silz. In seinem heutigen Wohnort Münchweiler engagierte sich Hahn politisch, war ab 1989 Beigeordneter, bis er 1994 zum Ortsbürgermeister gewählt wurde. Hahn absolvierte eine Ausbildung zum Feinmechaniker und hatte schon in frühester Jugend einen Faible für Motorsport. Mit 17 Jahren fuhr er mit Winfried Schowalter (Klingenmünster) als Beifahrer bei Rennen mit. Ein Jahr später begab er sich mit einem eigenen Motorrad auf die Rennbahn. Mit seinem Partner Heinz Luthringshauser errang er große Siege, fuhr in Madrid, Saragossa oder auf der Isle of Man. Dort gratulierte ihm Prinz Philip und der Gouverneur der Insel als bester Newcomer. Von 1967 bis 1971 wurde das Seitenwagen-Gespann Auerbacher-Hahn viermal Vizeweltmeister, holten mehr als 400 Pokale. Ein Sportfotograf, den er aus früheren Zeiten kannte und der ihn als den waghalsigsten Rennfahrer bezeichnete, begrüßte ihn bei einem Telefonat mit den Worten: „Herrgott Hermännle, keiner hat geglaubt, dass du so alt wirst!“ Kein Wunder, denn 28 Knochenbrüche begleiteten ihn in seiner Laufbahn und seinen Hausarzt nennt er liebevoll seinen „Restaurator“. Nach einem schwereren Unfall 1983 zog er sich aus dem Rennsport zurück, machte sich selbstständig und betrieb bis Juli 2013 zwischen Silz und Münchweiler eine eigene Motorradwerkstatt. Selbstverständlich wirkt er noch fast täglich dort mit. Die Geburtstagsfete ist am Samstag in der Wasgauhalle Münchweiler. (ag)

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