Medard RHEINPFALZ Plus Artikel Zweite Familienrallye des Kreisjugendrings

Die Spielstationen der Familienrallye machten offensichtlich nicht nur den Kleinen Spaß.
Die Spielstationen der Familienrallye machten offensichtlich nicht nur den Kleinen Spaß.

Sechs Kilometer über Stock und Stein führte die Familienrallye mit verschiedenen Mitmach-Stationen für Jung und Alt. Die Veranstaltung war bereits die zweite ihrer Art. Und das Interesse war riesengroß – trotz Hitze.

Bei einer „Rallye“ denken vor allem Liebhaber des Motorsports an schnelle, wendige Autos auf Feld- und Waldwegen. Eine andere Form der Rallye fand dagegen am Sonntag in Medard statt. Anstelle von Wettbewerbsprüfungen für Autofahrer waren hier Geduld, Ausdauer und Geschicklichkeit gefragt.

Auf der rund sechs Kilometer langen, abwechslungsreichen Wanderstrecke ging es bergauf und bergab, über lehmige Waldböden und geschotterte Wanderwege. Etwa nach 15 bis 20 Minuten Fußweg wartete jeweils eine Station mit einer besonderen Herausforderung auf die Familien – vor allem für die ganz Kleinen unter ihnen.

Auch Große haben viel Spaß

Doch nicht nur der Nachwuchs hatte bei Aufgaben wie Slalomlaufen auf Sommerski, Leitergolf und Wasserspielen mit Kübelspritze einen Riesenspaß, auch die Erwachsenen mischten fleißig mit und wollten manchmal am liebsten gar nicht aufhören. Aber nicht selten wartete weiter hinten und mit gebührendem Abstand bereits die nächste Gruppe auf die Gelegenheit, sich den Herausforderungen zu stellen.

Rund 150 Natur- und Wanderfreunde ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen, ein letztes Mal vor dem Ende der Sommerferien die Nase in die warme Sommerluft zu halten und an der Rallye teilzunehmen. Insgesamt 20 Gruppen aus 38 Familien tummelten sich auf den Wanderwegen; jede Gruppe mit einem etwa zehnminütigen Abstand zur nächsten.

Staunen und Innehalten

Unter den Wandernden befanden sich auch die beiden Familien Nagel aus Medard. Sie freuten sich, endlich wieder etwas mit ihren Kindern unternehmen zu können. Auf Höhe der Pfälzerwald-Hütte Lauterecken genossen Eltern und Kinder den Blick hinab auf das Glantal: ein Moment zum Staunen und Innehalten.

Augenblicke wie diese oder die abwechslungsreichen Spiele wurden durch die Mitarbeit verschiedener Vereine erst möglich gemacht. Veranstalter war der Kreisjugendring, das Deutsche Rote Kreuz, die Jugendfeuerwehr Lauterecken und die Ideenschmiede Alte Welt in Reipoltskirchen machten mit.

Großer Ansturm

Es war die zweite Rallye, die der Kreisjugendring während der Corona-Pandemie aufgezogen hat. „Der Ansturm auf die erste Veranstaltung in Krottelbach im Juni war so hoch, dass wir eine zweite organisiert haben – dieses Mal im Nordkreis“, erklärte Jugendpflegeleiter Werner Barthel im Gespräch mit der RHEINPFALZ.

Aufgrund der Corona-Pandemie seien viele Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche ausgefallen, beispielsweise auch die Kreisjugendolympiade. Deshalb habe der Kreisjugendring die Rallye veranstaltet, um Familien mit Kindern etwas Kurzweil zu bieten. Weitere Wanderungen dieser Art schließt Barthel nicht aus, jedoch nicht unter Federführung des Kreisjugendrings. „Gemeinden müssen selbst die Eigeninitiative übernehmen. Aber auf jeden Fall werden wir unser Know-how zur Verfügung stellen.“

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