Kreis Kusel Zwei Kuseler Teams treten in der Pfalzliga an

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Ab morgen fliegen bei der Tennis-Medenrunde wieder die gelben Bälle über die roten Sandplätze der Region. In der Pfalzliga, der höchsten Klasse im Tennisverband Pfalz, spielen zwei Mannschaften aus dem Landkreis – zwei Teams des TC Kusel: die Damen 30 sowie die Herren 60, die als Meister der A-Klasse aufgestiegen sind.

KUSEL. Wie die Pfalzliga, so setzen sich auch die darunter folgenden A-, B-, C- und D-Klasse aus nicht mehr als acht Mannschaften zusammen, es gibt keine Rückrunde. Dadurch kann die Runde in der Regel bis Ende Juni abgeschlossen werden. Die Vorsitzenden und Sportwarte der elf Tennisvereine im Kreis Kusel, die an der Medenrunde teilnehmen, sind überwiegend der Meinung, dass der langjährige Abwärtstrend im Tennissport gebremst worden sei – wenn auch nicht mehr an die Zeiten Boris Beckers und Steffi Grafs angeknüpft werden könne, als der Tennissport riesigen Zulauf erfuhr. Viele Vereine wollen die Jugendarbeit weiter intensivieren, andere setzen auf die Pflege des gesellschaftlichen Miteinanders, um noch mehr Menschen zu begeistern. Wie 2015 haben drei Vereine nur eine Mannschaft gemeldet: Der Tennisclub Horschbach schlägt sich mit seiner Damenmannschaft in der B-Klasse schon seit Jahren mit großem Erfolg und hat in der vergangenen Saison zum wiederholten Mal den zweiten Platz errungen. Mannschaftsführerin Katharina Mieves will aber von einem Aufstieg in die A-Klasse gar nicht sprechen. Ihr und ihren Mitspielerinnen gehe es hauptsächlich um den Spaß am Spiel und um die Gemeinschaft. Mit dem Klassenverbleib wären sie zufrieden. Von solchen Erfolgen können die Tennisabteilung des SV Blau-Weiß Reichweiler und der TC Hoppstädten nur träumen. Die Damen 40 aus Reichweiler nehmen seit Jahren am Wettkampfbetrieb in der C-Klasse teil und freuen sich, wenn sie einmal einen Sieg landen können, wie Mannschaftsführerin Irene Theis mitteilte. Die Herren aus Hoppstädten haben in ihrem zweiten Jahr ihre Vierermannschaft in der D-Klasse verstärkt. Deswegen hofft der Vorsitzende und Mannschaftsführer Manuel Zorn in dieser Saison auf bessere Ergebnisse. Für nächstes Jahr ist sogar eine zweite Mannschaft bei den Herren oder in einer Altersgruppe geplant. Der TC Grumbach hat keine Mannschaft gemeldet, nimmt aber bei den Damen 50 an einer Spielgemeinschaft mit dem TC Offenbach-Hundheim teil, so der Vorsitzende Helmut Kreischer. Mit fünf Damen-, vier Herren-, und fünf Jugendmannschaften erwartet Sportwart Siegfried Krause vom TC Kusel in den nächsten beiden Monaten beim Training und den Wettkämpfen viel Betrieb auf der Anlage an der Blaubacher Straße. Nach dem Aufstieg der Herren 60 aus der A-Klasse und dem Klassenverbleib der Damen 30 spielen wieder zwei Mannschaften des TC Kusel in der Pfalzliga. Beide Mannschaften sähen es als ihr Ziel an, die Klasse zu halten. Die Chancen stehen dafür nicht schlecht, da beide Mannschaften schon seit Jahren in der Pfalzliga gespielt haben. Interessant wird es aber sein, wie die Damen 30 einen gewissen Umbruch verkraften werden. Einige Spielerinnen wechseln nämlich zu den Damen 40 und können, da sie zuvor in der Pfalzliga gespielt haben, direkt in der A-Klasse antreten. Sie werden dort sicher ein gute Rolle spielen. Bei den Damen 40 ist auch eine zweite Mannschaft gemeldet worden, die in der C-Klasse antritt. Die Riege der Damenmannschaften komplettieren die zwei Vierermannschaften der aktiven Damen in der C-Klasse und der Damen 50 in der B-Klasse. In diesem Jahr hat der TC Kusel keine aktive Herrenmannschaft mehr gemeldet. Soweit die Spieler nicht durch Studium oder Beruf weggezogen sind, wechselten sie zu den Herren 30 und treten in der B-Klasse an. Die Vierermannschaft der Herren 50 ist im vergangenen Jahr in die B-Klasse aufgestiegen. Man kann darauf gespannt sein, wie sie sich dort schlagen wird. Die im vergangenen Jahr in die Pfalzliga aufgestiegenen Herren 60 haben auf eigenen Wunsch bei den Sechser- und nicht bei den Vierermannschaften gemeldet. Die Begegnung von Sechserteams mit sechs Einzeln und drei Doppeln sei sehr abwechslungsreich und biete viel Spannung, sagt Krause. Neu gemeldet wurde eine Vierermannschaft der Herren 70. Im Jugendbereich treten eine gemischte Mannschaft U 12, je eine U 15 von Mädchen und Jungen sowie zwei Mannschaften der ,Mainzelmännchen` in der Altersklasse U 9 an. Der TC Waldmohr hat für diese Saison zwei Damen-, vier Herren- und eine Jugendmannschaft gemeldet. Sportwart Stefan Petri geht davon aus, dass die aktiven Damen als Vierermannschaft und die Damen 40 jeweils in der C-Klasse einen Mittelfeldplatz erreichen werden. Bei den aktiven Herren, die im vergangenen Jahr von der D- in die C-Klasse aufgestiegen sind, werde es in diesem Jahr hauptsächlich um den Verbleibt in der neuen Klasse gehen. Es sei ein Problem in dieser Mannschaft, dass einige Spieler nicht nur Tennis, sondern auch noch Fußball spielen. Den Herren 40, die sich durch neue Spieler verstärken konnten, und den Herren 50 traut Petri den Aufstieg von der C- in die B-Klasse zu. Von den Herren 60 werde in der B-Klasse ein zweiter oder dritter Platz erwartet. Für die Jungen der U 18 will der Sportwart keine Erwartungen aussprechen. Im Jugendbereich gehe es hauptsächlich darum, den Spaß am Tennis beizubehalten und Erfahrungen zu sammeln. Beim TC Schönenberg-Kübelberg werde der Wettkampfbetrieb hauptsächlich von den Herren 30 und den Jugendmannschaften getragen, teilte Sportwart Michael Langlotz mit. Bei den Herren 30 habe man zwei Mannschaften in oberen Klassen melden können: die erste Mannschaft, die sich schon seit Jahren auf beeindruckende Art und Weise in der A-Klasse behauptet, und die zweite Mannschaft, die als Sechsermannschaft in der B-Klasse antritt. Für beide Mannschaften gehe es darum, in der Klasse drinzubleiben. Außergewöhnlich sei es, dass die zweite Mannschaft ihre Spiele ausnahmsweise als Hin- und Rückspiele austragen kann. Der Verband hatte dieser Regelung zugestimmt, da die B-Klasse 1 nur aus vier Teams besteht und ansonsten jeder nur drei Spiele austragen würde. Bei den Jugendteams sei man gut aufgestellt. Bei den Jungen und Mädchen U 15 sowie bei den gemischten Mannschaften U 12 habe man jeweils eine Vierermannschaft gemeldet. Bei den Jungen U 18 spiele man in einer Spielgemeinschaft mit Bechhofen und Martinshöhe und bei den Mädchen U 18 zusammen mit Bechhofen. Die Damen-Vierermannschaft der Bunker Boys Brücken haben einen erstaunlichen Aufstieg von der C- in die A-Klasse hinter sich gebracht. Dort erwartet sie in diesem Jahr ein schweres Programm von sieben Spielen und drei weiten Fahrten in die Vorderpfalz. Ihr Ziel könne nur der Nichtabstieg sein, meinte Vorsitzender Roland Sander. Bei der Vierermannschaft der Herren gehe es in der D-Klasse hauptsächlich darum, Erfahrung zu sammeln. Die Herren 50 hätten schon im dritten Jahr in der B-Klasse einen Mittelfeldplatz erreicht und würden sich auch in diesem Jahr darum bemühen. Auch ihnen stünden weite Fahrten bei Auswärtsspielen bevor. Neu sei in diesem Jahr eine Vierermannschaft der Herren 60. Diese Truppe habe sich im Winter zusammengefunden und ein intensives Hallentraining absolviert. Sie wolle in der C-Klasse eine gute Rolle spielen. Im Jugendbereich nehme schon im zweiten Jahr eine Mädchenmannschaft U 18 an der Medenrunde teil. Er erhoffe sich, dass manche dieser Spielerinnen in Zukunft das Damenteam verstärken werden, sagt Sander. Die Herren 40 des TC Oberes Glantal Glan-Münchweiler, die im vergangenen Jahr in der C-Klasse den dritten Platz belegt haben, hätten sich in diesem Jahr verstärkt und wollten den Aufstieg in die B-Klasse erreichen, wie Vorsitzender Udo Kappes mitteilte. Die Vierermannschaft der Herren 50 strebe in diesem Jahr den Verbleib in der B-Klasse an. Eine gewisse Unsicherheit bestehe darin, dass ihr andere Mannschaften als im Vorjahr zugeteilt worden seien. Man habe die Absicht, im Laufe des Wettbewerbs alle Spieler der Mannschaft einzusetzen. Hauptsächlich die Spieler der Herren 40 und 50 würden durch ihre aktive Mitarbeit das Vereinsleben aufrechterhalten. Auch die Vierermannschaft der Damen 40, die im vergangenen Jahr in die B-Klasse aufgestiegen ist, habe es sich zum Ziel gesetzt, die Klasse zu halten. Leider hätten in diesem Jahr keine Jugendmannschaften gemeldet werden können. Die Kooperation mit der Glantalschule bestehe aber weiterhin, verlautete Kappes. Die aktive Herrenmannschaft des TC Offenbach-Hundheim spiele schon im vierten Jahr in der D-Klasse zusammen und habe sich kontinuierlich gesteigert. In diesem Jahr sei sie nun so weit, sich mit dem zweiten oder dritten Tabellenplatz ein konkretes Ziel zu setzen, teilte Vorsitzender Christoph Clos mit. Die Mannschaft der Herren 40 sei vor zwei Jahren in die B-Klasse aufgestiegen und habe im vergangenen Jahr den dritten Platz erreicht. In diesem Jahr wolle sie erneut dort landen. Das Aushängeschild seien die Damen 50. Sie seien im vergangenen Jahr in die A-Klasse aufgestiegen und hätten das Ziel, dort drinnen zu bleiben. Im Jugendbereich trügen die Trainingsangebote Früchte. In diesem Jahr könnten in Kooperation mit dem TC Wolfstein eine Mädchenmannschaft U 15 mit Spielort in Ofenbach-Hundheim und eine Jungenmannschaft U 18 mit Spielort in Wolfstein gemeldet werden. Auch der TC K.O. Braun Wolfstein setzt verstärkt auf die Jugendarbeit und pflegt die Kooperation mit dem TC Offenbach-Hundheim. Außer den beiden gemeinsamen Mannschaften Jungen U 18 und Mädchen U 15 hat Wolfstein noch eine Mädchenmannschaft U 18 gemeldet. Im Erwachsenenbereich halte alleine noch die Vierermannschaft der Herren 60 in der C-Klasse die Fahne aufrecht und pflege das Vereinsleben, teilte Sportwart Werner Schmitt mit. (qur)

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