Kreis Kusel Zum Auftakt gleich ein Abstiegs-Krimi

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Nanzdietschweiler. Am kommenden Sonntag (16 Uhr) startet der SV Nanz-Dietschweiler in das neue Fußballjahr. Und die erste Partie in der Landesliga ist auch gleich eine Richtungsweisende: Im SV Schopp kommt ein unmittelbarer Konkurrent im Abstiegskampf nach Nanzdietschweiler. Bitter für den SVN: Daniel Philipp und Fabian Lauder werden den Verein zum Saisonende verlassen.

Die Zeit der Vorbereitung ist vorbei, ab Sonntag rollt der Ball wieder in der Landesliga. Und die Elf von SVN-Trainer Jochen Pfaff will genau da weitermachen, wo sie in der Vorbereitung aufgehört hat. Im ersten Testspiel musste man sich zwar noch mit einem 2:2-Unentschieden gegen Weilerbach zufrieden geben, doch es folgten Siege gegen den SV Herschberg (3:1), den TuS Bedesbach-Patersbach (2:1) und den SV Reiskirchen (8:0). „Mit den letzten Wochen können wir sehr zufrieden sein. In der ein oder anderen Partie hätten wir zwar mehr Tore erzielen müssen, aber dieses Problem kennen wir ja nicht erst seit gestern“, erklärt der Coach. Aktuell rangiert der SV Nanz-Dietschweiler auf dem 13. Tabellenplatz der Landesliga. Sofern alles normal läuft, wäre dieser Platz gleichbedeutend mit dem Klassenverbleib. Doch der kommende Gegner aus Schopp lauert nur drei Punkte hinter dem SVN auf Rang 15 und wird mit Sicherheit alles in die Waagschale werfen, um dem direkten Konkurrenten die Punkte zu stibitzen. „Im Hinspiel hatten wir ein Chancenplus von 9:3 und haben am Ende doch verloren. Das darf uns am Sonntag nicht passieren. Die kommende Partie ist immens wichtig und wir müssen zwingend punkten – allerdings dürfen wir auf keinen Fall verkrampfen“, weiß der Coach. „Aber ich denke, meine Jungs sind da erfahren genug.“ Doch selbst wenn es am Wochenende für den SVN nicht gut ausgehen sollte, sei noch nichts verloren: „Dann ist immer noch ein Drittel der Saison zu spielen und es ist noch alles drin – auch wenn wir im Vergleich zu den anderen Mannschaften wohl das schwerste Restprogramm haben.“ Den Schlüssel zum Sieg sieht der Coach in den altbekannten Tugenden seiner Elf: „Die Mentalität wird ebenso entscheidend sein, wie das Umschaltspiel und die Lauf- und Kampfbereitschaft. Wir müssen zwar kompakt stehen, dürfen aber auch nicht vergessen Fußball zu spielen und uns auch etwas zutrauen“, fordert Pfaff. Ein Heimsieg am Sonntag wäre ungemein wichtig – vor allem wenn man bedenkt, dass danach zwei sehr schwere Auswärtsaufgaben auf den SVN warten: Zunächst geht es am Sonntag in einer Woche zum TSC Zweibrücken und dann wartet schon das Lokalderby gegen den SV Steinwenden – aktuell Tabellenzweiter der Landesliga West. Zwei Spiele, in denen es eher schwer werden dürfte, drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Doch schon vor dem Anpfiff der ersten Partie nach der Winterpause mussten die Vereinsverantwortlichen beim SVN gleich zwei Hiobsbotschaften verkraften: „Neben Daniel Philipp, der in der kommenden Saison den Trainerposten in Elschbach übernehmen wird, hat uns auch Fabian Lauder mitgeteilt, dass er den Verein in Richtung Baumholder verlassen wird“, bedauert Pfaff. Gerade der Verlust von Mittelfeldmotor Lauder sei ein herber Schlag. „Wir werden dennoch nichts an unserer Philosophie ändern. Bei uns geht es um Kameradschaft, Spaß am Fußball und ein gutes Umfeld“, erklärt Pfaff. „Aber es ist doch klar: Wenn ein junger Spieler sich bei einem Verein den ein oder anderen Euro dazuverdienen kann, was bei uns eben nicht geht, dann ist das für jeden verlockend. Zumindest den Spielern kann man da nicht böse sein.“ |dbu

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