Lauterecken Zehn Jahre Lauterecken-Wolfstein: Verbandsgemeinde feiert Fusionsfest

Schauplatz des Geschehens: das Gelände rund ums Verwaltungsgebäude in Lauterecken.
Schauplatz des Geschehens: das Gelände rund ums Verwaltungsgebäude in Lauterecken.

Als mit die ersten im Land wagten die beiden Verbandsgemeinden Lauterecken und Wolfstein die Fusion bereits zum 1. Juli 2014. Der zehnte Geburtstag der damals neu entstandenen VG, die für ihre 41 Gemeinden noch zwei Verwaltungsstandorte unterhält, wird groß gefeiert. Wo die Party stattfindet, was geboten wird und was das kostet.

„Aller Anfang war schwer, doch wir haben’s geschafft – die VG ist eine Mannschaft“ – so lautet eine Liedzeile im VG-LW (Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein)-Lied, das Verwaltungsmitarbeiterin Svenja Karch geschrieben hat und das am Sonntag, 14. Juli, Premiere feiern wird. Die Fusion war mehr oder weniger vom Land vorgegeben, und damals sei das Vorhaben auch nicht unproblematisch gewesen, erinnert sich Bürgermeister Andreas Müller. Doch die beiden Verwaltungen und die Menschen seien zu einer Einheit zusammengewachsen. Die Vorgabe, dass nach zehn Jahren alles in einheitlicher Form bestehen muss, beispielsweise in puncto Wassergebühren, sei schon vor Ablauf dieser Frist erreicht worden – und: „Es läuft, es hat sich alles gut entwickelt.“

Beispielsweise seien die Liquiditätskredite von rund 5,8 Millionen auf etwa 800.000 Euro abgebaut worden. Die Umlage der früheren VG Wolfstein habe bei 48 Prozent gelegen, jetzt liege sie bei einheitlichen 42 Prozent, betont Müller. Als perfekt erachtet der Bürgermeister allerdings noch längst nicht alles. So sei es nicht optimal, dass Bürger je nach Anliegen den Verwaltungsstandort in Lauterecken oder in Wolfstein aufsuchen müssten. Für einen gemeinsamen Verwaltungsstandort spreche zwar einiges, doch auf der anderen Seite sei die Verwaltung für beide Städte wichtig.

Müller: Einige Stellen abgebaut

Kritiker der Fusion bemängeln den fehlenden Personalabbau, doch Müller weist darauf hin, dass einige Stellen abgebaut wurden und die Verwaltung neue Aufgaben übernommen habe. „Wären die Verbandsgemeinden noch getrennt, müssten beide Standorte parallel aufrüsten“, sagt er.

Am Sonntag, 14. Juli, wird mit einem bunten Mix aus Musik, Unterhaltung und Kulinarik gefeiert. Neben der Premiere des VG-Songs, präsentiert von Kindern, werden die Königsland Swingband, „Calm & Exciting“ mit rockigen Klängen und ein Flötenensemble den musikalischen Rahmen bilden. Unterhaltung auf die Fahnen geschrieben haben sich die Wolfsteiner Komödianten. Vorführungen und Einblicke in ihre Arbeit bietet die Feuerwehr mit der Jugendabteilung, und für die jüngeren Gäste haben die beiden Jugendzentren ein Programm geschnürt.

Auch die Kuseline ist dabei

Fünf Gastronomen der Verbandsgemeinde bieten eine kulinarische Meile, edle Tropfen aus der Region gibt es in einer Weinlounge. Kuseline Jil Biedinger und eine Weinprinzessin werden erwartet, zudem feiert der Bürgerbus sein fünfjähriges Bestehen, und es gibt zahlreiche Informationsmöglichkeiten – von Tourismus in der Verbandsgemeinde über das Smart-City-Projekt „Land L(i)eben“ bis hin zur mobilen Beratung der Diakonie. Bei „Diakom“ erhalten Menschen ab 60 Jahren kostenlose Hilfestellungen und Informationen über wohnortnahe Seniorenangebote.

Ein niedriger bis mittlerer vierstelliger Betrag wurde in das Programm investiert – weniger, als mancherorts zuletzt kolportiert. „Von Bürgern für Bürger“ sei das Programm, das auf regionale Anbieter setzt. „Wir stellen die Gemeinschaft in den Fokus, binden das Jubiläum des Bürgerbusses direkt mit ein“, berichtet VG-Tourismusfachkraft Kathrin Bürthel, die das Fest mitorganisiert. Ab 11 Uhr startet das Programm rund um das Verwaltungsgebäude in der Schulstraße in Lauterecken. Parkplätze finden sich auf dem Festplatz. „Da alles draußen stattfindet, muss nur noch das Wetter mitspielen.“

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