Motorsport
Wolfsteiner Ingo Haaß bei Potzberg-Rallye Dritter
„Es hat richtig Spaß gemacht und wir haben im Auto sehr gut zusammengearbeitet“, resümierte der 38-jährige Automobilkaufmann Damian Sawicki nach der Zieleinfahrt in Hinzweiler, wo sich das Rallyezentrum befand. Der Sieg in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge über 3000 Kubikzentimeter Hubraum ging an Sawicki (Hamminklen) zusammen mit Conny Nemenich (Merchweiler) im Subaru Impreza GT. 20:16,8 Minuten zauberten sie auf die Strecke. Damit feierte der bislang auf der Rundstrecke erfolgreiche Pilot seinen ersten Gesamtsieg bei einer Rallyeveranstaltung. Für seine Beifahrerin war es bereits ihr dritter derartiger Erfolg. Im Ziel hatte das Team einen Vorsprung von 11,2 Sekunden auf Georg Berlandy/Peter Schaaf (Stromberg/Mayen) im Opel Kadett C GT/E, die 2013 die Deutsche Rallye-Meisterschaft gewannen. Dahinter reihten sich Steven Gisch/Christian Schneider (Marpingen/Schiffweiler) im Mitsubishi Lancer EVO IX und Andreas Brocker/Stefan Grundmann (Wolfersweiler/Orscholz) im Mitsubishi Lancer EVO VII ein.
Absage keine Option
„Mit der Austragung wollen wir ein Zeichen setzen für den Motorsport. Zeigen dass trotz strenger Hygienebestimmungen eine Durchführung möglich ist“, erklärte schon vor Beginn Hans-Peter Baehr, stellvertretender Rallye-Leiter und langjähriger Vorsitzender des ausrichtenden MSC. Deutlich weniger Teilnehmer als in den Vorjahren waren am Start. „Die Absage wäre die schlechteste Lösung“, fügte sein Nachfolger im Amt, Florian Neubrech, an. „Es ist ein Beitrag zur Erhaltung des Motorsports und ein Angebot an die Rallyeteams.“
Auch Dietmar Fritz aus Sienhachenbach und Ingo Haaß aus Wolfstein hatten sich auf die Rallye gefreut und vorbereitet. Seit längerer Zeit bilden sie ein Rallye-Team, derzeit in einem BMW 323 TI Compact. „Wir sind gekommen, um Spaß zu haben“, erklärten die beiden Motorsportler und begaben sich auf die Erkundungsrunde. „Ziemlich schnell, teils aber auch eckig“, so beschrieb der 48-jährige Beifahrer Haaß die beiden Wertungsprüfungen, die drei Mal zu befahren waren. „Das macht sie zugleich so anspruchsvoll“, ergänzte der Pilot nach der Besichtigung.
Fritz/Haaß auf dem Podest
Das Wettbewerbsfahrzeug hatte der 56-jährige Kfz-Meister in seiner eigenen Werkstatt für diesen Wettbewerb vorbereitet: Der Motor ist aus der Serie mit 170 Pferdestärken, lediglich das Fahrwerk und die Hinterachse sind verbessert, so dass das Team in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 3000 Kubikzentimeter Hubraum an den Start gehen muss. Viel mehr ist nicht drin auf der ersten Wertungsprüfung, dem 4,5 Kilometer langen Rundkurs bei Deimberg“, resümierte die Besatzung nach den ersten Kilometern. „Auf der Sprintprüfung bei Altenglan gibt es Luft nach oben“, erklärten sie. In der Tat, wie sich in der zweiten Schleife herausstellte. Dort waren sie 3,5 Sekunden schneller als zuvor und konnten sich im vorderen Feld ihrer Klasse festsetzen. Auf der letzten Prüfung setzten sie dann noch einen drauf. Nochmals 1,5 Sekunden schneller absolvierten sie die Strecke. Damit war ihnen der dritte Platz in ihrer Klasse in einer starken Konkurrenz sicher. „Wir hatten sehr viel Spaß im Auto und mit dem Ergebnis sind wir gänzlich zufrieden“, so Beifahrer Haaß.
Weniger erfreulich verlief die Rallye für das Team Werner Selmikeit/Peter Molter (Erzenhausen/Welchweiler). Auf der fünften Wertungsprüfung löste sich ein Schlauch am Turbolader und bei der Reparatur platze das Teil, so dass die Fahrt frühzeitig beendet war. Rüdiger Kriese/Steffi Schuler aus Medard erreichten mit ihrem neu aufgebauten Ford Puma in der Retro-Rallye-Wertung den 23. Platz. Zwei Ränge dahinter platzierte sich das Team Berthold Kunz/Klaus Reiminger (Rammelsbach/Odenbach) im Opel Corsa.
Ergebnisse
Verbesserte Fahrzeuge bis 3000 Kubikzentimeter Hubraum: 1. Fritz Köhler/Petra Hägele (Öhringen), BMW M 3, 21:22,5 Minuten, 3. Dietmar Fritz/Ingo Haaß (Sienhachenbach/Wolfstein), BMW 323, 2:41,8 Minuten zurück; Retro-Rallye-Serie: 1. Bernd Lutz/Bernd Hetzel (Zell am Harmersbach/Kehl), Volkswagen-Golf I GTI, 1,04 Sekunden Abweichung; 23. Rüdiger Kriese/Steffi Schuler (Medard), Ford Puma; 25. Berthold Kunz/Klaus Reimringer (Rammelsbach/Odenwald), Opel Corsa.