Lauterecken Wohl keine Party zum Feuerwehr-Geburtstag

Ein großes Banner vor der Feuerwache weist auf den runden Geburtstag hin.
Ein großes Banner vor der Feuerwache weist auf den runden Geburtstag hin.

Die Stützpunktfeuerwehr Lauterecken wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. Eine große Feier wird es wohl coronabedingt nicht geben. Gemeinsame Übungen dürfen derzeit auch nicht durchgeführt werden – stattdessen gibt es regelmäßige Online-Übungen.

Wann genau sich die Gründung der Lauterecker Feuerwehr jährt, kann Wehrführer Maximilian Fritz nicht sagen. „Wir wissen aus der Lauterecker Chronik aber, dass es 1996 zum 125. Jubiläum ein großes Fest gegeben hat.“ Ein solches Fest mit einem Tag der offenen Tür und einer Fahrzeugausstellung hätten die Lauterecker Feuerwehrleute auch in diesem Jahr zum 150. Jubiläum gerne gefeiert. „Da macht uns Corona aber wohl einen Strich durch die Rechnung. Die Pläne liegen derzeit auf Eis“, bedauert Fritz.

Wache wird ausgebaut

Doch man habe es sich nicht nehmen lassen wollen, die Bevölkerung auf den runden Geburtstag der Lauterecker Wehr hinzuweisen. „Deshalb haben wir vor der Feuerwache ein großes Banner aufgestellt“, berichtet der Wehrleiter. Im Jubiläumsjahr gibt es aber dennoch Gründe zur Freude. „Der Ausbau unserer Feuerwache soll in diesem Jahr beginnen. Eine neue Halle soll Platz für drei Fahrzeuge bieten, und die alte Wache wird auch etwas umgebaut. Unter anderem bekommen wir einen neuen Umkleideraum, weil wir derzeit doch etwas Platznot haben“, erklärt Fritz.

Dazu soll die Lauterecker Stützpunktwehr Ende des Jahres auch noch ein neues Fahrzeug bekommen. „Wir bekommen ein sogenannte HLF 10 – sozusagen das Standardfahrzeug einer Stützpunktwehr zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung“, informiert der Wehrleiter. Neun Einsatzkräfte finden in dem 14 Tonnen schweren Fahrzeug, das über einen Wassertank verfügt, Platz. „Da freuen wir uns schon richtig drauf“, sagt Fritz.

Jugendarbeit trägt Früchte

Sorgen um die Zukunft der Wehr macht sich der Wehrleiter nicht. „Wir sind in meinen Augen mit 69 Aktiven und 21 Jugendlichen eine wirklich starke Wehr. Beim Brand in Hinzweiler Mitte Februar waren wir beispielsweise mit 34 Kräften vor Ort“, berichtet Fritz. Vor allem auf die Jugendabteilung sei man mächtig stolz, denn Anfang März dürfe man wieder zwei Jugendliche in den Aktiven Dienst übernehmen. Der Altersschnitt liege aktuell bei circa 33 Jahren, was sich auch auf die gute Jugendarbeit zurückführen lasse.

„In Grumbach gibt es eine Bambini-Gruppe für Sechs- bis Zehnjährige und in Lauterecken eine Jugendwehr für Jugendliche bis 16 Jahre. Das sind wichtige Grundsteine, um die Personalstärke zu erhalten“, weiß der Wehrleiter. Doch ein Problem gibt es derzeit – und das hat ebenfalls mit der Corona-Pandemie zu tun. Gemeinsame Übungen dürfen nämlich aktuell nicht stattfinden. Doch auch da wissen sich die Lauterecker Feuerwehrleute zu helfen.

Übungen finden online statt

„Normalerweise üben wir jeden Donnerstag – das geht coronabedingt ja aber momentan nicht. Deshalb führen wir ein bis zweimal im Monat eine Online-Übung durch“, berichtet Fritz. Dabei werde, teilweise mit selbstgedrehten Videos, beispielsweise das Verhalten bei Kaminbränden erklärt oder sogenannte Drehleiter-Taktikschulungen durchgeführt.

„Das verlangt schon ganz schön viel Vorbereitung. Fünf bis sechs Stunden muss man da im Vorfeld einer Online-Übung schon einplanen“, sagt der Wehrleiter. Doch der rege Zuspruch der Kameraden rechtfertige den ganzen Aufwand. „Bei den Online-Übungen zählen wir regelmäßig 30 bis 40 Teilnehmer. Und weil wir zu den Übungen auch Kameraden aus anderen Wehren der Verbandsgemeinde einladen, waren es bei der letzten Übung sogar fast 80 Teilnehmer“, sagt Fritz. „Die Leute wollen einfach gefordert werden – und das wichtigste ist, dass man den Kontakt mit den Kameraden aufrecht erhält.“

Für den Nachwuchs wird alle 14 Tage eine Online-Übung angeboten. Gerade für die angehenden Brandbekämpfer sei aber auch die praktische Übung sehr wichtig. „Deshalb werden wir, sobald es die Corona-Lage wieder zulässt“, blickt der Wehrleiter voraus.

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