Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Wochenendkolumne zur Absage der Kuseler Herbstmesse und Streit in Lauterecken

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Herbstmesse: Absage abzusehen

Nun ist es also raus: Die Kuseler Herbstmesse fällt in diesem Jahr aus. Zum ersten Mal seit Menschengedenken. Das Coronavirus hat auch diesem Fest den Garaus gemacht. Das war zwar die ganze Zeit schon erwartet worden, doch nun ist es offiziell. Münchner Oktoberfest und Stuttgarter Wasen waren schon lange abgesagt, ebenso etliche Festivals und sonstige Veranstaltungen, nur die Mess’, die war noch nicht aus dem Veranstaltungskalender gestrichen.

Es hat etwas gedauert mit der Entscheidung. Mancher munkelte, die Kuseler Stadtoberen trauten sich nicht, der Bevölkerung dieses ach so beliebte Fest zu nehmen, das ja seit Jahr und Tag quasi eine Zeitenwende im Landkreis markiert: vor und nach der Messe. Vorher muss noch vieles fertig werden, danach wird Neues begonnen.

Doch dann kam am Mittwochnachmittag – mal wieder – ein Coronagipfel in Berlin, auf dem beschlossen wurde, Großveranstaltungen über den zuerst ins Auge gefassten 31. August zu verbieten. Am Tag darauf die Nachricht von der Stadt: keine Herbstmesse in diesem Jahr.

Für diese Entscheidung hätte es nicht die offizielle Regelung aus Berlin gebraucht. Wie hätte das gehen sollen: Bis Ende August alles abgesagt, vier Tage später Messeeröffnung im Zelt? Und wie hätte dieses Volksfest aussehen sollen? Schunkeln mit 1,50 Meter Abstand? Frühschoppen mit Maske? Undenkbar. Nun, es ist entschieden. 2020 gibt es keine Herbstmesse. Das ist zwar traurig, aber besser so.

Lauterecken: Krach auf der Gass’

Verwundert die Augen reiben muss man sich ob dem, was zurzeit in Lauterecken so abgeht. Da streiten sich der Beigeordnete der Stadt und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde morgens lautstark, weil jemand in der Innenstadt falsch parkt. Der Beigeordnete will das mit guten Worten lösen, der Bürgermeister Protokolle schreiben.

Wobei: Protokolle schreiben? Das darf der doch gar nicht! Das darf höchstens sein Ordnungsamt. Warum es zu dieser Auseinandersetzung kam, die abends im Stadtrat noch weitergeführt wurde – und zwar so, dass keine Aussprache darüber möglich war – , das wissen die Götter.

Jedenfalls bleiben viele Fragen offen: Warum kümmert sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde um Belange der Stadt? Und warum muss man da morgens auf der Gass’ rumschreien? Das zeugt nicht von einem guten Verhältnis untereinander. Der Laie wundert sich. Und mancher Eingeweihte amüsiert sich. Die meisten Bürger nicht nur Lautereckens aber sind, gelinde gesagt, irritiert.

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