Kusel „Westricher Heimatblätter“: Die Erdgeschichte rund um Burg Lichtenberg
Genauer gesagt, beschreibt Karlheinz Schultheiß aus Bad Münster am Stein einen gut nachvollziehbaren erdgeschichtlichen Rundgang um den Bergsporn von Burg Lichtenberg. Sein Beitrag über dieses „einzigartige Freilichtmuseum der örtlichen Erdgeschichte“ basiert auf mehreren geowissenschaftlichen Erkundungen. Hans Ammerich aus Neustadt/Weinstraße stellt die 2024 erschienene Promotionsarbeit von Ulrich Königstein aus Haschbach vor. Sie thematisiert die frühere Benediktinerpropstei auf dem Remigiusberg, die ein Fernbesitz der französischen Abtei St. Rémi in Reims war. Königsteins Monografie präsentiert wenig bekannte und neue Aspekte zum mittelalterlichen Klosterleben sowie der fast 400 Jahre währenden Grundherrschaft, die erst im Spätmittelalter den Namen „Remigiusland“ erhielt.
Dorfchronist Helmut Schneider aus Etschberg liefert einen anschaulich bebilderten Beitrag zur Geschichte der Etschberger Schule und ihrer Schulhäuser. Ferner berichten Helmut Weyrich von dem langen, beschwerlichen Weg des Soldaten Otto Harth aus Herchweiler sowie Karl Nicolay aus Hütschenhausen von dem aus Matzenbach stammenden Amerika-Auswanderer Johann Nicholas Glück (1748-1832). Hinweise auf heimatkundliche Veröffentlichungen von Hartmut Stepp, ein Buchtipp und die „Zeitblicke“ – diesmal mit einem Foto der Grabplatte von Friedrich I. von Veldenz auf dem Remigiusberg – komplettieren das Heft.
Info
Erhältlich sind die „Westricher Heimatblätter“ für sechs Euro im Bürgerbüro der Kreisverwaltung oder auf dem Postweg (zuzüglich Porto) bei der Kreisverwaltung, Abteilung Zentrale Aufgaben, Schule und Kultur, 66869 Kusel. Ein Jahresabo kostet 21 Euro.