Kusel Westpfälzisches Sinfonieorchester gibt erstes Neujahrskonzert seit 2019

Die Sopranistin Antonia Modes und Tenor Justus Rüll treten beim Neujahrskonzert des Musikvereins Kusel in der Fritz-Wunderlich-H
Die Sopranistin Antonia Modes und Tenor Justus Rüll treten beim Neujahrskonzert des Musikvereins Kusel in der Fritz-Wunderlich-Halle auf.

Werke von Bizet bis Verdi hat das Westpfälzische Sinfonieorchester unter Leitung von Thomas Germain für sein Neujahrskonzert am Sonntag, 5. Januar, in Kusel ausgewählt. Als Solisten werden die Sopranistin Antonia Modes und Tenor Justus Rüll erwartet. Einen Nachfolger am Dirigentenpult hat der Musikverein Kusel indes noch nicht bekanntgegeben.

Der Konzertabend in der Fritz-Wunderlich-Halle drehe sich weitgehend um das Thema „Liebe“, kündigt Germain an. Eine Kategorie, „die wir in diesen düsteren Zeiten sehr gut gebrauchen können“, fügt der Dirigent hinzu. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Lehár und Antonin Dvořák. Auch Johann Strauss (Sohn) solle gewürdigt werden, nicht nur, weil er nächstes Jahr seinen 200. Geburtstag feiern würde. Weniger bekannt sei hingegen Augusta Holmès (1847-1903), eine französische Komponistin irischer Abstammung und Schülerin von César Franck. Das Instrumentalstück „La nuit et l’amour“ verrate die Leidenschaft der Komponistin für die Musik Richard Wagners, kündigt Germain an. Von Giuseppe Verdi sei ein Duett aus der Oper La Traviata zu hören, von Georges Bizet Musik aus der Oper Carmen.

Die Solisten Antonia Modes und Justus Rüll sind in Kusel keine Unbekannten, haben beide doch den Förderpreis der Fritz-Wunderlich-Gesellschaft ergattert, der Tenor Rüll jüngst im Jahr 2024. Aktuell studiert er an der Münchner Musikhochschule, im Frühjahr wird er die Rolle des Don Ottavio in Mozarts „Don Giovanni“ im Musiktheater im Reaktor verkörpern.

Germains Nachfolge als Dirigent noch offen

Auch die lyrische Sopranistin Antonia Modes studierte in München. Derzeit setzt sie ihre künstlerische Ausbildung im Konzertmaster bei der Sopranistin Melanie Männl in München fort. Sie hat eine Vorliebe für das Kunstlied und trat in Lee Mingweis Ausstellung „Sonic Blossom“ in der Villa Stuck mit Schubert-Liedern sowie beim renommierten Hidalgo-Festival unter der Schirmherrschaft von Christian Gerhaher auf. Sie hat bereits mit erstklassigen Orchestern wie dem Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz und den Münchner Symphonikern zusammengearbeitet und wird zudem regelmäßig als Gast im Opernchor des Nationaltheaters München engagiert.

Das Westpfälzische Sinfonieorchester hat laut Germain zuletzt 2019 ein Neujahrskonzert in Kusel gegeben. Die rund 30 Musiker freuten sich sehr „auf diese neue Gelegenheit, im Rahmen des Kulturprogramms des Landkreises, der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan und der Stadt Kusel auftreten zu dürfen“, betont der Dirigent.

Für dieses Jahr seien noch ein Serenadenkonzert im Sommer sowie ein Herbstkonzert geplant. Eine Entscheidung über die Nachfolge Germains am Dirigentenpult hat der Musikverein Kusel offenbar noch nicht abschließend getroffen. Germain, der auch Leiter der Musikschule Kuseler Musikantenland war, war im November in den Ruhestand gegangen. Das Orchester wolle er dennoch weiterhin unterstützen, möglicherweise zunächst im Wechsel mit einem Nachfolger.

Info

Beginn des Konzerts am Sonntag, 5. Januar, ist um 19.30 Uhr. Tickets gibt es bei der Kreisverwaltung unter Telefon 06381 424496 oder an der Abendkasse.

x