Lauterecken
Weitere Verzögerung bei Haus-Busch-Sanierung
Eigentlich waren die Estricharbeiten im Haus Busch ja schon längst vergeben. Nun aber musste ein weiteres Mal ausgeschrieben werden, weil der damals ausgewählte Firmeninhaber mittlerweile in einem Insolvenzverfahren steckt und die Arbeiten nicht mehr übernehmen kann. Sofort wurde neu ausgeschrieben, und es gingen drei Angebote aus der Region ein, das höchste lag bei 6908, das günstigste bei 6180 Euro und damit etwa 200 Euro über dem früheren Angebot, doch – wie Helmut Dahlmanns von der Verwaltung einwarf – hat sich die Masse etwas vergrößert, sodass alles im Kostenrahmen sei. Ein Kellerraum wird vom künftigen Pächter als zusätzliche Abstellfläche benötigt. Einstimmig vergab der Stadtrat den Auftrag an PePro Estrich aus Nanzdietschweiler.
Bei der Sanierung des Hauses Busch hatte es in der Vergangenheit immer wieder Verzögerungen gegeben und Gewerke waren zurückgestellt worden, wie Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis erinnerte. In den Haushalten 2018 und 2019 waren insgesamt rund 205.000 Euro für die Sanierungsmaßnahmen eingestellt. Die nicht abgerufenen Summen in Höhe von rund 97.500 Euro wurden einstimmig auf 2020 übertragen, um die noch notwendigen Arbeiten zu finanzieren.
Reparatur oder energetische Sanierung?
Notwendig ist es auch, das Dach des Mehrgenerationenhauses zu erneuern. Beigeordneter Peter Kriese erläuterte, dass eine Reparatur des Glasdaches kostenintensiv sei und es daher sinnvoll wäre, die Kosten einer Reparatur jenen einer energetischen Sanierung gegenüberzustellen. Denn: „Eine Reparatur müsste komplett aus dem eigenen Stadtsäckel gezahlt werden“, während die Stadt bei einer energetischen Sanierung womöglich Zuschüsse erhalten könnte. Ob die Stadt ein Ingenieurbüro mit einer solchen Kostenaufstellung beauftragt, soll bei der nächsten Sitzung am 10. Juni entschieden werden. Bis dahin sollen alle Informationen für die Beschlussvorlage zusammengetragen werden.
Weitere Themen
- Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis konnte gleich drei positive Nachrichten überbringen: Die Bewilligung für ein Hochwasserschutzkonzept ist mittlerweile eingegangen, es gibt eine Zusage auf Mittel aus dem I-Stock für den barrierefreien Zugang zum Mehrgenerationenhaus, und ein Bauplatz konnte verkauft werden.
- Revierleiter Dietmar Antoni stellte den Forstwirtschaftsplan für 2020 vor. Bei Einnahmen in Höhe von 20.000 Euro und Aufwendungen von knapp 19.000 Euro wird ein Plus von 1046 Euro erwartet. Der Stadtwald sei mit 46 Prozent Eichen und 23 Prozent Buchen sowie einem sehr niedrigen Satz Fichten gut aufgestellt. Die Holzpreise bleiben stabil. Der Rat stimmte einstimmig zu.