Kusel Warum ein Tempo-Limit die billigste Lärmschutzmaßnahme ist

Die Geschwindigkeit eines Autos hat großen Einfluss auf seine Geräusch-Emission. Fährt ein Auto 30 statt 40 Kilometer pro Stunde, reduziert sich das Geräusch um ein bis zwei Dezibel. Bei einem Tempolimit von 50 auf 30 sind es sogar zwei bis drei Dezibel. Eine Verringerung des Lärms im Straßenverkehr um drei Dezibel geht wiederum einher mit einer Halbierung der Schallenergie, die das menschliche Ohr in der Nähe wahrnimmt. Das sind die Hauptgründe dafür, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung die billigste Methode ist, Verbesserungen bei der Lärmbelastung zu erreichen – sie kostet nur das Aufstellen der Schilder.
Abrollgeräusch dämpfen
Da für Lärmschutzwände im Innenstadtbereich oft der Platz fehlt und optische Gründe dagegen sprechen, schlagen Gutachter häufig den Einbau lärmarmer Fahrbahnbeläge vor, die das Reifen-Abrollgeräusch um fünf bis sechs Dezibel dämpfen können. Sie verweisen aber darauf, dass besagte Beläge erst zugelassen werden müssen und teuer seien. Experten gehen bei einer Sanierung einer Straße von Mehrkosten von rund fünf Euro pro Quadratmeter aus.
Hausbesitzer, deren Gebäude vor 1974 gebaut wurden, die an Bundesstraßen angrenzen und die Belastung die Höchstgrenze überschreitet, haben Anspruch auf Fördermittel des Bundes zum Einbau von Schallschutzfenstern.
