Kusel
Vitalbad GmbH: Kreis will die Schulden ablösen
„Der Kreis bekommt das Geld derzeit über einen Kommunalkredit zu einem Null-Prozent-Zins. Solche Konditionen sind für die privatwirtschaftliche GmbH nicht zu erzielen, deshalb wollen wir umschulden“, erklärte Landrat Otto Rubly vor dem Kreisausschuss.
Um die Sanierung zu ermöglichen, hatte sich der Kreis mit 50 Prozent an einer GmbH beteiligt, die eigens dafür gegründet wurde. Zuvor war das Bad ein Eigenbetrieb der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan. Diese Gesellschaft war bislang der Kreditnehmer, der Kreis und die Verbandsgemeinde wurden als Bürgen dazwischengeschaltet. Auch Verbandsbürgermeister Stefan Spitzer und die Kommunalaufsicht in Trier stehen nach Angaben von Rubly hinter dem neuen Finanzierungsmodell.
Kosten von 17 Millionen Euro
Die Sanierungskosten hatten sich von knapp zwölf über 14,5 auf zuletzt 17 Millionen Euro erhöht. Rubly erklärte, das neue Modell sei ehrlich und mache die Ausgaben des Kreises transparenter: „Ich bin der Typ, der immer wissen will: Was hat etwas gekostet, und wie bezahlen wir es.“ Deshalb sei ihm das neue Konstrukt sympathischer.
Auf die Frage, warum die Badsanierung nicht von Beginn an über einen Kommunalkredit finanziert wurde, verweist der Landrat auf seinen Vorgänger Winfried Hirschberger: „Das ist eine Frage, die nur der Verantwortliche aus dieser Zeit beantworten kann. Vermutlich wäre das Projekt von der Kommunalaufsicht damals so nicht genehmigt worden.“