Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Verspätete Zustellung? Post rät zum Anruf und sucht weiter neue Mitarbeiter

Immer wieder kommt es vor, dass Briefe und Magazine gebündelt zugestellt werden.
Immer wieder kommt es vor, dass Briefe und Magazine gebündelt zugestellt werden.

Im Bereich des Post-Zustellpunkts Kusel gibt es – einmal mehr – Probleme: Die Post erklärt, wieso in manchen Orten Briefe gebündelt ankommen und wie die Bürger helfen können.

Nachdem es einige Wochen – zumindest der RHEINPFALZ gegenüber – mit Beschwerden über die Postzustellung in der Kreismitte ruhig geworden war, haben sich zuletzt wieder mehrere Leserinnen und Leser an die Zeitung gewandt: Briefe, Magazine und Zeitungen würden häufig an einem Tag gesammelt zugestellt statt täglich. Gerade für Menschen, die auf einen bestimmten Brief warten, ist das ärgerlich. Ebenso für Geschäftsleute, die eine wichtige Sendung erwarten. Der Zustellstützpunkt Kusel betreut Postkunden in den Postleitzahlregionen 66887, 66885 und 66869.

„Das neue Postgesetz ermöglicht es uns, auf die sinkenden Briefmengen flexibel zu reagieren“, antwortet ein Sprecher der DHL-Gruppe auf Anfrage der RHEINPFALZ. Er betont: „Gesetzlich stehen uns nach der Einlieferung vier Tage für die Zustellung zur Verfügung. Dadurch können wir die Zustellbezirke variabler planen – das bedeutet, dass nicht jeder Haushalt täglich angefahren wird.“ Damit bewege sich die Post „jedoch immer innerhalb der gesetzlichen Vorgaben“.

Post: Gebündelte Zustellung kann vorkommen

Durch diese Flexibilisierung könne es vorkommen, dass Kunden mehrere Briefe gebündelt zugestellt bekommen. Wichtig ist dem Sprecher: „Bestimmte Sendungen wie Einschreiben, Zustellaufträge, Tageszeitungen oder Pakete werden weiterhin am Folgetag nach Einlieferung priorisiert zugestellt.“

Der Post-Sprecher räumt ein: „Wir bedienen alle Haushalte in Deutschland, doch nicht alle Haushalte erhalten täglich Post und daher wird auch nicht jeder Haushalt jeden Tag bedient.“ Das habe auch mit sinkenden Briefmengen zu tun. „Wenn nicht mehr die Mengen an Briefsendungen zur Verfügung stehen, müssen wir das Personal so steuern, dass andere Fahrwege täglich neu gestaltet werden“, erklärt der Pressesprecher.

Hotline anrufen und nicht nur ärgern

Wie berichtet, waren im Zustellstützpunkt Kusel in den vergangenen Monaten mehrere Mitarbeiter neu eingestellt worden. „Einige neue Kräfte konnten sich gut eingewöhnen, andere leider nicht“, heißt es aus der Post-Pressestelle in Frankfurt. Bürger könnten mit dazu beitragen, dass sich die Situation verbessert: „Wenn es Probleme gibt, zum Beispiel keine Zustellung länger als vier Tage am Stück, dann wäre eine Information an uns sehr hilfreich. Die Hotlinenummer lautet 0228 4333 112. Die Kolleginnen und Kollegen nehmen die Beschwerde auf und geben diese direkt an den Qualitätsmanager vor Ort weiter.“

Auch durch Personalengpässe bedingt, handele die Post weiter nach dem First-in-First-out-Prinzip, damit sollten keine langen Laufzeiten aufkommen. „Aufgrund erneuter Personalprobleme steuern wir gerade nach“, sagt der Sprecher zur Situation im Zustellstützpunkt in Kusel: „Seit Tagen sind Kolleginnen und Kollegen aus Nachbarbezirken zur Unterstützung vor Ort. Und ja, wir stellen auch weiterhin neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein und erhöhen unseren Personalbestand.“

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