Kreis Kusel Unbemerkte „Impressionen“

Placeholder-Image

Fast unbemerkt von den meisten Bauernmarktbesuchern präsentierten Mitglieder des Kunstkreises Kusel im ehemaligen Schulhaus von Herschweiler-Pettersheim am Wochenende „Impressionen aus der Westpfalz“. Nach Schätzungen des Kunstkreises blieb die Besucherzahl weit unter 100.

Trotz der Nähe zum gut besuchten Europäischen Bauernmarkt sei die Ausstellung „Impressionen aus der Westpfalz“ an der Masse der Marktbesucher vorbeigegangen, berichtete Frieder Schneider, zweiter Vorsitzender des Kunstkreises. Tatsächlich seien viele dem Toiletten-Schild zum Dorfgemeinschaftshaus gefolgt und so zufällig auf die Ausstellung gestoßen. Dabei bot sich eine Ausstellung in den Räumlichkeiten des Dorfgemeinschaftshauses förmlich an, hängt dort doch ganzjährig ein großes Gemälde des Schlosses Pettersheim, das von Frieder Schneider mit viel Liebe zum Detail geschaffen wurde. In etlichen anderen Bildern hat er seiner Liebe zur Heimat Ausdruck verliehen. Ein paar von ihnen fanden ebenfalls ihren Platz in der Ausstellung. Elf Künstler aus der Westpfalz und größtenteils aus dem Landkreis Kusel stellten ihre Werke aus. Passend zum Bauernmarkt stellte Gunter Weber aus Altenglan seine Kunstserie „Keramik trifft Landwirtschaft“ aus. Inspiration für diese Serie war vor allem der Gedanke der Nachhaltigkeit, dem insofern Rechnung getragen wurde, als bereits ausgediente landwirtschaftliche Utensilien in keramische Kunstobjekte integriert wurden. „Ich finde es einfach klasse, aus alten Sachen noch etwas Schönes zu schaffen und wenn andere auch daran ihre Freude haben, freue ich mich umso mehr“, erklärte Weber lächelnd. Ein besonderer Erfolg für den sympathischen, pensionierten Lehrer: Eines seiner Stücke wurde verkauft und wird seinen Platz künftig in einem 300 Jahre alten Bauernhaus bei Idar-Oberstein einnehmen. Bärbel Fuhrmann-Mainitz aus Rammelsbach bot den Ausstellungsbesuchern mit ihren Fotos nicht nur Gelegenheit, auf ihren Heimatort Rammelsbach einen Blick zu werfen, sondern fing auch einen Moment der Ruhe ein in ihrem Foto „Glanrinder bei Rammelsbach“. Das Bild zeigt einige grasende Rinder, die anscheinend die Ruhe und Gemeinschaft genießen. Doch auch die Bildserie „Wartturm“ gibt einen schönen Blick auf selbigen und die Landschaft um Ohmbach. Besonders auffallend sind die Werke von Horst Ohliger aus Liebsthal. Er stellt sowohl Fotografien von Bäumen aus der Westpfalz aus, als auch beeindruckende Tuschezeichnungen von Bäumen aus hiesigen Wäldern. Ebenfalls ein Blickfang: die abstrakten Bilder von Birgit Vicari aus Altenglan. Neben den herbstlich angehauchten Farben besticht vor allem der Umgang mit Strukturpaste in Verbindung mit Sand und anderen natürlichen Materialien wie Muscheln. Ebenfalls herbstliche Stimmungen fing Sonja Schneider aus Eßweiler in ihren Acrylwerken ein. Beispielsweise mit dem Bild „Sommertag“, das in der rechten Hälfte einen Sommertag im Wald zeigt und am linken Bildrand herbstliche Stimmung auf einem Feld. Und auch der Herbstbote aus der Tierwelt, das Eichhörnchen, kündigt auf der Leinwand den Übergang in die neue Jahreszeit an. Ein weiteres Bild gibt unverkennbar die Umrisse von Burg Lichtenberg wieder, die in der Abenddämmerung über den Landkreis Kusel zu wachen scheint. Ob die Ausstellung nächstes Jahr noch mal stattfinden wird, darüber sind sich die Mitglieder des Kunstkreises Kusel noch nicht einig.

x