Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Ultra-Trail in Reichweiler nach Corona neugestartet

Nicht zu schlagen und über 63,3 Kilometer der Schnellste: Max Kirschbaum.
Nicht zu schlagen und über 63,3 Kilometer der Schnellste: Max Kirschbaum.

Max Kirschbaum heißt der Sieger des zwölften Ultra-Trails am Pfingstsamstag in Reichweiler. In 6:27,34 Stunden bewältigte der 36-Jährige die Strecke und war damit gut eine Stunde schneller als der Zweitplatzierte.

Pünktlich um acht Uhr starteten 80 Läufer am Dorfgemeinschaftshaus. Streckeninitiator Eric Tuerlings gab den Startschuss. „Es hätten einige Anmeldungen mehr sein können“, sagte er kurz vor dem Start, immerhin waren es bei der bislang letzten Auflage vor der Corona-Pandemie 2019 noch über 300 Läufer gewesen. Vor allem im Ultra-Trail war das Feld mit 22 Anmeldungen und im Marathon mit 18 Anmeldungen etwas ausgedünnt. Hinzu kamen noch einige Ausfälle auf der Ultra-Trail-Strecke. Einige gaben auf, andere brachen nach zwei Runden ab und wurden dann auf der Marathonstrecke gewertet.

Seiner Favoritenrolle gerecht wurde Max Kirschbaum (LG Ohmbachsee). Er lief als Schnellster ins Ziel, ließ dabei Rudi Döhnert aus Alfter, der als Zweiter das Ziel erreichte, deutlich hinter sich. Schnellste Frau war Sarah Reetz, mit 10:25:46 Stunden. Auch in diesem Jahr verlangte die Strecke mit 63,3 Kilometern und 3300 Höhenmetern den Läufern einiges an Kraft und Energie ab, denn war das Wetter morgens noch ideal, so war es auf der letzten Runde doch sehr heiß geworden.

Sieben Reichweiler laufen mit

Im Marathon-Trail siegte Max Weber aus Wiesbaden in 5:01:52 Stunden, schnellste Frau war hier Mela Zelenic mit 7:13:20 Stunden. Der Short-Trail mit seinen 21,1 Kilometern und 1100 Höhenmetern wird dagegen immer beliebter, verzeichnete einige Anmeldungen. Jedoch ist auch die Halbmarathon-Distanz nicht gerade ein Spaziergang. Die Läufer hatten hier am Vormittag noch ideales Laufwetter. Es siegte Sebastian Meister aus Quierschied mit 2:00:00 Stunden. Schnellste Frau war Sabrina Schübelin vom VfR Baumholder in 2:32:43 Stunden.

„Es sind sieben Läufer aus Reichweiler hier dabei, das freut uns besonders“, berichtete Manfred Schmitt vom Sportverein Reichweiler, der den Keufelskopf-Trail zum zwölften Mal ausrichtete. Für den Short-Trail waren beispielsweise gemeldet: Dennis Klein, Maximilian Sorg, David Hoffmann, Gernot Spengel und Lars Klösener.

Der Anfang ist gemacht

Wie besonders die Laufstrecke am Keufelskopf ist, betonte bei der Siegerehrung der zweitplatzierte Rudi Döhnert. Er war bereits zum dritten Mal dabei und konnte 2014 hier Deutscher Meister im Ultra-Trail werden. Dass es nach zwei Jahren Pandemie schwer sein würde, eine Neuauflage des Ultra-Trails zu starten, war den Veranstaltern im Vorfeld bewusst. Doch es sei wichtig für den Sport, vor allem auch für die Region, wieder zu beginnen. Der Anfang sei gemacht, sagte Eric Tuerlings und die Organisatoren des Sportvereins Reichweiler.

Die Ergebnisse

Ultra-Trail Männer: 1. Max Kirschbaum (LG Ohmbachsee) 6:27:34 Stunden, 2. Rudi Döhnert (Alfter) 7:27:55, 3. Andreas Mai (Hartfüßler Trail) 7:37:54

Ultra-Trail Frauen: 1. Sarah Reetz (WeRun4Fun) 10:25:46 Stunden, 2. Antje Ueberholz (Meddys LWT Koblenz) 11:05:26

Marathon-Trail Männer: 1. Max Weber (Yogarunners Wiesbaden) 5:01:52 Stunden, 2. Ramin Madani (URH Herrenberg) 5:06:42, 3. Vince Gierend (Homburg) 5:11:42, 4. Kuno G. Konowski (Team Flein) 5:25:38, 5. Thorsten Stuck (Landau Running Com.) 5:42:19

Marathon-Frauen: 1. Mela Zelenic (Team Altens) 7:13:20

Short-Trail Männer: 1. Sebastian Meiser (TV Quierschied) 2:00:00 Stunden, 2. Niklas Franke (Yogarunners Wiesbaden) 2:03:38, 3. Lukas Dreger (Morschheim) 2:07:37, 4. Sascha Ahrens (Sembach) 2:07:37, 5. Martin Ziemer (VfR Baumholder) 2:08:13

Short-Trail Frauen: 1. Sabrina Schübelin (VfR Baumholder) 2:32:43 Stunden, 2. Lisa Nätzer (VfL Waiblingen) 2:47:41, 3. Luisa Beckmann (LT Siebengebirge) 2:58:33, 4. Martina Weber-Kollassa (Bottrop) 2:59:35, 5. Marilou Bodde (NED) 3:04:57.

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