Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Schönenberg schon ziemlich meisterlich gegen Kottweiler-Schwanden

Stürmer Daniel Welsch (rechts) vom TuS Schönenberg, der das 3:1 erzielte, zieht ab, Kapitän Philipp Dengel vom SV Kottweiler-Sch
Stürmer Daniel Welsch (rechts) vom TuS Schönenberg, der das 3:1 erzielte, zieht ab, Kapitän Philipp Dengel vom SV Kottweiler-Schwanden kommt zu spät.

Vorentscheidung um den Meistertitel in der A-Klasse? Der TuS Schönenberg will trotz des starken Auftritts gegen Verfolger Kottweiler-Schwanden davon noch nichts wissen.

Nach dem 5:2 (4:1)-Heimsieg über den direkten Verfolger SV Kottweiler-Schwanden hat der TuS Schönenberg nun acht Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze der A-Klasse Kusel-Kaiserslautern. Der Trainer aber will von einer Entscheidung im Titelkampf noch nichts wissen.

Und doch: Es müsste schon fast mit dem Teufel zugehen, wenn der TuS Schönenberg sich zur kommenden Spielzeit nicht wieder Bezirksligist nennen darf. Was die Elf aus dem Kuseler Südkreis da am Samstagnachmittag bei frühlingshaften Temperaturen auf dem heimischen Rasen bot, war in der ersten Halbzeit wahrlich meisterhaft. Vor allem die technisch versierten, pfeilschnellen Offensivakteure waren von den Gästen nie in den Griff zu bekommen. Zur Pause hätte es durchaus noch den einen oder anderen Torerfolg mehr für die Hausherren geben können. Aber sie schlugen auch so schon stolze vier Mal zu.

Fünf Treffer nach 30 Minuten

Das Spiel war noch keine zwei Minuten alt, als Niklas Buhles einen Freistoß aus gut 20 Metern und fast zentraler Position über die Mauer ins Netz zirkelte. SVK-Keeper Noah Velten brachte zwar noch die Fingerspitzen an den Ball, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern. Mehr als sehenswert dann das 2:0, als Dennis Becker die Kugel von der rechten Seite serviert bekam und diese von der Strafraumkante in den linken Winkel setzte (16.). Gleichwohl war das Spiel der Hausherren auch nicht fehlerfrei, servierten sie den Gästen fast im Gegenzug doch eine Top-Chance auf dem Silbertablett, die sich Armin Lilienthal auch nicht entgehen ließ (17.). Aber kaum wieder angepfiffen, stellte der TuS den alten Abstand wieder her: Erneut kam der Angriff über links, an dessen Ende Daniel Welsch zum 3:1 einschoss (19.). Gänzlich ohne Gegenwehr fiel dann nach noch nicht einmal einer halben Stunde Spielzeit das 4:1. Nach einer Ecke von rechts, mustergültig serviert, musste sich Benedikt Jakobi gar nicht groß anstrengen, um aus nächster Nähe zum 4:1 einzuköpfen (29.).

In der zweiten Hälfte schaltete der TuS dann ein wenig in den Verwaltungsmodus, was den Gästen ein paar Spielanteile mehr gab. Und tatsächlich hatten sie nun eine ganz gute Phase, in der sie auch unter Beweis stellen konnten, dass an diesem Tag lange, weite Bälle nach vorne nicht nur auf der anderen Seite für Gefahr sorgten. Jens Vereecke war klar nicht aus dem Abseits gestartet, nahm Fahrt auf, überlief seinen Kontrahenten und traf mit einem ebenfalls ansehnlichen Lupfer zum 4:2 (57.).

SV in Unterzahl

Apropos Vereecke: Das zarte Pflänzchen aufkeimender Hoffnung bekam nur drei Minuten später einen herben Dämpfer, als sich jener in Zusammenarbeit mit dem Kollegen Julian Wahl gegen Daniel Welsch nur mit einer Notbremse zu helfen wusste. Rot für den kurz zuvor erfolgreichen Torschützen war die logische und folgerichtige Konsequenz, der folgende Freistoß ging über das Tor.

Welsch leitete dann aber den Treffer zum Endstand ein, nachdem er sich robust gegen seinen Kontrahenten durchsetzte und wieder Buhles final einschoss (62.). Die restlichen 28 Minuten zuzüglich kurzer Nachspielzeit passierte dann nichts mehr, was am Ergebnis etwas änderte.

Faire Gratulation

„Ich denke, das war ein verdienter Sieg, den wir in der ersten Halbzeit klar gemacht haben und später verwalten konnten“, konstatierte TuS-Coach Dennis Göddel. Eine Gratulation zur Meisterschaft wollte er aber noch nicht annehmen: „Auf keinen Fall, es sind noch fünf Spiele und wir haben schon gegen vermeintlich schwächere Gegner genug Punkte liegengelassen.“

Auch Kottweiler-Trainer Thomas Löber sah „einen verdienten Sieg des TuS, auch in dieser Höhe. Wir haben zweikampflos Fußball gespielt und hatten nichts entgegenzusetzen“. Seiner Mannschaft fehle „aktuell die Leichtigkeit nach vorne, um uns Chancen herauszuspielen“.

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