Kusel
Trotz Dürre: Generationenwechsel im Wald
Vor allem die Buche leidet unter der zunehmenden Trockenheit. Wie es um den Laubbaum im Kreis genau bestellt ist, will die Chefin der Förster am 30. Juni bei einem Treffen der neun Revierleiter klären: „Wir haben schon Unterschiede bei der Bodenfeuchte. Das ist im Nordkreis anders als im Süden.“
Die Buche leide seit drei Jahren unter den geringen Regenfällen. Erste Anzeichen? „Wenn die Blätter sich braun färben“, erklärt die Expertin. Das höre sich aber schlimmer an, als es sei. Die zweite Schicht komme nach, wenn durch das Absterben der ältesten Generation mehr Licht in den Wald falle. Die Buche sei eine Schattenbaumart, deren neueste Generation sich schon angepasst hätte. „Die kommt mit weniger Feuchtigkeit aus.“ Auch die Eiche erhole sich immer wieder schnell.
Noch feucht vom Winter
Der Wald profitiere derzeit von dem durchfeuchteten Oberboden bis zu einer Tiefe von 1,50 Metern. „Wir hatten einen langen Winter. Auch der Frühling war nass. Das hat zwar nicht zur Grundwasserspeicherung gereicht, aber es sah schon deutlich schlechter aus“, erklärt die Forstamtsleiterin.
Die Gewitter und Starkregen Anfang Juni waren insofern kontraproduktiv, weil die Wassermassen oberirdisch abflossen. „Das Wasser sucht sich seinen Weg. Da gab es dann Erosionsschäden. Vor allem bei angrenzenden Feldern“, erklärt Kleinhempel. Der Boden sei hart gewesen. Das Wasser laufe dann wie über Beton ab. An anderen Stellen komme es zu Schlammbildung.
Nach dem Treffen mit den Revierleitern will Kleinhempel einen neuen Pflanzplan aufstellen: „Das sind keine großen Flächen. Wir wollen nur gezielt nachsteuern.“ Sie kann sich auch vorstellen, bei den Anpflanzungen an exponierten Hängen etwas zu experimentieren.