Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Nanz-Dietschweiler belohnt sich für starke Rückrunde

Der Schuss ins Glück: Eduard Deschtschenja (Zweiter von links) erzielt den Treffer zum 2:1 für den SV Nanz-Dietschweiler im Aufs
Der Schuss ins Glück: Eduard Deschtschenja (Zweiter von links) erzielt den Treffer zum 2:1 für den SV Nanz-Dietschweiler im Aufstiegsrückspiel in Winterbach.

Der Bezirksligist musste nachsitzen, am Ende stand aber der Landesliga-Aufstieg. Ein Spieler war sogar schon beim Aufstieg im Jahr 2008 dabei.

Mit der Amtsübernahme von Spielertrainer Fabian Lauder ging es bergauf beim SV Nanz-Dietschweiler. In der Vorsaison in der Bezirksliga rutschte der SVN noch in die Abstiegsrunde hinein. Lauder führte sie von dort unangefochten auf Position eins. Ziel war es dann, in der Saison 2023/24 oben mitzuspielen. Doch es kam erstmal alles anders als geplant: Mit 1:5 unterlagen die Nanzdietschweilerer gegen den A-Klasse-Aufsteiger aus Schönenberg im Pokal vor Saisonbeginn. Und zum Liga-Auftaktspiel setzte es gegen den VfB Reichenbach eine 1:3-Niederlage. „Wir sind miserabel in die Saison gestartet“, sagt Lauder im Rückblick.

Langer Zweikampf mit den „Rowos“

Nach dem verkorksten Start trat der SVN aber überzeugender auf. Und mit dem 2:2-Unentschieden gegen die damals schon oben mitspielenden Kirchheimbolandener setzte sich der Wagen so richtig in Fahrt. Die Hinrundenbilanz ließ dann die Herzen höher schlagen. Denn mit drei Punkten Rückstand auf Rang eins standen die Nanzdietschweilerer auf Rang drei. Bis zur Winterpause bahnte sich ein Dreikampf an. Der SV Kirchheimbolanden platzierte sich auf Rang eins, dicht gefolgt von der TSG Wolfstein-Roßbach und den Nanzdietschweilerern. Da begann auch ein Umdenken in der Mannschaft. „Wir haben gemerkt, dass es nur drei Punkte Rückstand auf die ,Rowos’ sind und wollten den Angriff starten. Somit war der Relegationsplatz das feste Ziel“, so Lauder.

Nanzdietschweiler ließ kaum Punkte liegen. Super konstant holte Lauders Team Punkte über Punkte. Jedoch patzten auch die „Rowos“ kaum. Und wenn, dann taten es beide Kontrahenten synchron, sodass sich die tabellarische Konstellation kaum veränderte. Aber es war klar, dass Wolfstein-Roßbach das deutlich schwerere Restprogramm hat. Nachdem der SV Nanz-Dietschweiler gegen Kirchheimbolanden ein Unentschieden holte, musste er auf Fehler der Konkurrenz hoffen. Und zum Nanzdietschweilerer Glück patzten schließlich die „Rowos“, die sich als A-Klasse-Aufsteiger trotzdem mehr als nur gut verkaufen konnten. Am letzten Spieltag stand Lauders Truppe mit 71 Punkten auf Rang zwei.

Aufstieg in Winterbach vor großer Fankulisse

So ging es für Lauders Truppe in die Aufstiegsrelegation gegen den unbekannten Gegner SV Winterbach. Mit fast vollem Aufgebot konnte der Kuseler Bezirksligist auflaufen. Nur Schlussmann Joshua Purket fehlte verletzt. Ansonsten waren alle Spieler fit. Überhaupt litten während der Saison nur wenige Spieler an Blessuren. Lauder macht dafür die guten Leistungen des Physiotherapeuten verantwortlich. „Wir sind in super Händen und machen zudem jeden Dienstag Dehn- und Athletikeinheiten“, erklärt der Trainer stolz. Auch im Amateurfußball kann so ein Umgang vor allem vor Bänderproblemen schützen.

Im Hinspiel empfing der SVN also mit Roberto Maddaloni zwischen den Pfosten den SV Winterbach und schickte den Gast mit 7:1 wieder heim. Auswärts machte Nanz-Dietschweiler mit einem 3:1-Sieg den Aufstieg perfekt. Die Aufmerksamkeit war riesig: Viele Nanzdietschweilerer und Interessierte nahmen die lange Anreise auf sich. So kam es, dass unter den über 600 Zuschauern auch viele Kuseler beim Aufstieg in Winterbach dabei waren. Spieler des Partie war dabei Eduard Deschtschenja, der an allen drei Toren beteiligt war. Er stand sogar schon 2008 beim Landesliga-Aufstieg nach der Relegation auf dem Platz.

Team bleibt in Landesliga zusammen

„Wir alle haben eine richtig geile Saison gehabt“, hält Fabian Lauder hochzufrieden fest. Dabei konnten sich alle Beteiligten stets auf Unterstützung verlassen. Das Betreuerteam und alle drei Herrenmannschaften zogen an einem Strang. Zudem gab es einen starken Austausch zwischen erfahrenen Hasen und jungen Nachwuchskickern, die herangeführt wurden. Dementsprechend geht es auch ohne großartige Veränderungen in die neue Saison. „Die Mannschaft bleibt so zusammen, wie sie ist“, betont der Spielertrainer, der auch in der kommenden Saison sein Traineramt mit geschnürten Fußballschuhen vom Platz aus ausführen wird.

Nun wartet zur Belohnung noch eine Saisonabschlussfahrt auf die Truppe. Aber fest geplant wurde dabei noch nichts. „Wir hatten wegen der Relegation dafür noch keinen Kopf“, betont Lauder lachend. Und kurz nach dem Aufstieg noch viel weniger. Denn erstmal ging es geschlossen ins Sportheim, zu einer nicht gerade kurzen Nacht.

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