Oberes Glantal RHEINPFALZ Plus Artikel Steigende Stromkosten treiben Wasserpreis in die Höhe

Rund 40.000 Menschen werden vom Wasserzweckverband Ohmbachtal mit Trinkwasser versorgt.
Rund 40.000 Menschen werden vom Wasserzweckverband Ohmbachtal mit Trinkwasser versorgt.

Der Krieg in der Ukraine hat die Energiekosten auch hierzulande in die Höhe getrieben. Das hat wiederum Auswirkungen auf den Wasserpreis beim Wasserzweckverband Ohmbachtal.

Die rund 40.000 Abnehmer von Trinkwasser des Wasserzweckverband Ohmbachtal – Mitglieder des Verbands sind die Verbandsgemeinden Kusel-Altenglan und Oberes Glantal sowie die Stadtwerke Kusel und Ramstein-Miesenbach – müssen sich womöglich auf höhere Preise einstellen. Verbandsvorsteher Klaus Müller sagte in der jüngsten Verbandsversammlung, dass der Wasserpreis gegenüber der Vorjahreskalkulation von 63,27 auf 69,42 Cent pro Kubikmeter erhöht wird. Der Zweckverband geht davon aus, dass 2023 etwas mehr als zwei Millionen Kubikmeter Wasser abgegeben werden.

Grund für die Erhöhung, schilderte Müller bei der Vorstellung des Wirtschaftsplanentwurfs für das Jahr 2023, sind die mit dem Ukrainekrieg zusammenhängenden steigenden Energiekosten. Klaus Müller erklärte, dass sich der Strompreis im Hochtarif ab dem neuen Jahr um mehr als das Vierfache und der Preis im Niedertarif um das Dreieinhalbfache erhöhen werde, was bei einer jährlichen Abnahmemenge von 2,1 Millionen Kilowattstunden zu Mehraufwendungen gegenüber dem Vorjahresansatz von 210.000 Euro führe. Aufgrund des auf Bundesebene geplanten Strompreisdeckels für Betriebe mit einem Jahresverbrauch von mehr als 30.000 Kilowattstunden könnte der errechnete Preisanstieg vermutlich um 88.000 Euro niedriger ausfallen. Dies habe zur Folge, dass der Wasserpreis um 6,15 Cent pro Kubikmeter steigen wird. „Ohne Strompreisdeckel wäre ein Anstieg um rund 10,5 Cent pro Kubikmeter unvermeidbar gewesen“, teilte Müller mit.

x