Lauterecken
Stadtsanierung: Erstes Gespräch über Lony-Gebäude
Der direkte Stadtkern liegt besonders im Fokus der Interessenten. „Wir haben nicht erwartet, dass so viel Interesse da ist“, sagte Roland Kettering vom Planungsbüro BBP Kaiserslautern. Im Vier-Wochen-Rhythmus würden Beratungstermine angeboten, und es gebe zahlreiche Interessenten, die im künftigen Sanierungsgebiet investieren wollen. Künftig deshalb, da der Stadt noch kein formeller Bescheid über das Stadtsanierungsprogramm vorliegt. Dieser werde derzeit von der Aufsichtsbehörde ADD in Trier geprüft.
Mit Blick auf das eine oder andere Projekt kommt allerdings Bewegung in die Sache, wie im Sanierungsausschuss der Stadt deutlich wurde. „Eine unerwartete Dynamik“ gibt es in der Hauptstraße 20 bis 22: dem leerstehenden, früheren Lony-Gebäude und ein Schwerpunkt im Programm. Die Entwicklung durch einen Investor „wäre wie ein Lotto-Gewinn“, sagte Peter Jakob. Offenbar gab es nun ein erstes Gespräch mit einem Interessenten für das Gebäude südlich der Glanbrücke. Spruchreif sei noch nichts, von einem Abriss und einem Neubau bis hin zu einem Ausbau des Gebäudes sei alles möglich. Zudem müsse noch auf die Eigentümer zugegangen werden. Um die Fäden in der Hand zu halten, empfiehlt Kettering der Stadt, eine Entwicklungsstudie in Auftrag zu geben mit dem Ziel, einen Bebauungsplan zu erstellen. So können die Nutzung, aber auch die Anpassung ins Stadtbild gesteuert werden – das sei letztlich auch im Sinne eines Investors, da dieser so Planungssicherheit habe.
Pläne für die Roseninsel
Im Zuge der Beteiligung war wiederholt auch die Roseninsel Thema. Das im Rahmenplan festgehaltene Konzept sieht eine „Freizeitachse“ vor, die von der Roseninsel bis zu den Gärten reicht. Sport-, Wasser-, Bürger- und Kulturgarten – das sind neben der Stadtscheune einige Ideen, die sich über das Areal erstrecken könnten. Eine „dicke Nummer“, wie Kettering erklärt. Auf der Roseninsel könnten nächstes Jahr die ersten Maßnahmen umgesetzt werden. Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis favorisiert eine zügige Maßnahme – auch um ein Zeichen nach außen zu setzen. Denn es werde schon lange davon gesprochen, sichtbar sei bisher kaum etwas passiert.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss werde aber bereits gearbeitet. Dort wird ein Leerstand im Innenbereich modernisiert. Es entstehe Wohnraum sowie im früheren Ladengeschäft ein Büro. Gerade die Außenfassade sei dringend sanierungsbedürftig. Kettering betont: „Verbesserung tut Not.“ Ziel ist es, dem künftigen Käufer Vorschläge zur Fassadensanierung zu unterbreiten, die auch im Stadtrat besprochen würden. Generell müsse sich die Stadt Gedanken über eine Sanierungssatzung, die unter anderem vorschreibt, welche Farben an den Fassaden erlaubt werden. Lila gestrichen, rosa gepunktet – so solle möglichst keine Fassade aussehen, hieß es beim jüngsten Treffen des Ausschusses.