Kreis Kusel Spitzenmusiker auf fünf Bühnen

Die 21. Jazztage in Idar-Oberstein stehen bevor. Vom 3. bis 5. Juni werden erneut Bands und Formationen verschiedener Jazzstile und hervorragende internationale Solisten auf fünf Bühnen Projekte und Musikwelten des Jazz kreieren. Die Jazztage sind eine Veranstaltung der Stadt Idar-Oberstein im Rahmen des Kulturfestivals „Idar-Oberstein leuchtet“.
Den Auftakt der Jazztage macht der Jazzgitarrist Josef „Wawau“ Adler mit der Wawau Adler Group. Mit seinem Ensemble präsentiert Josef Adler am Freitag, 3. Juni, von 19 bis 21.15 Uhr Gypsy Jazz auf dem Schleiferplatz. Dort geht es nach der Wawau Adler Group um 21.45 Uhr weiter mit den Swingin’ Fireballs. Die verkörpern das besondere Flair des amerikanischen Entertainments der 1950er und 1960er Jahre: Elegante Shows, der Glamour der Casinos von Las Vegas, Big-Band-Swing, Frank Sinatra, Dean Martin, Louis Prima. Von 20 bis 23 Uhr servieren die jung gebliebenen Hard Stompers in der oberen Fußgängerzone Jazz pur; die Hard Stompers sind eine der führenden Oldtime-Formationen des süddeutschen Raums. Im Café Eckstein bieten Elmar Federkeil und seine Funkbrüder energiegeladenen Acoustic-House-Jazz und zwar von 20 bis 21 Uhr und noch einmal ab 21.15 bis Mitternacht. Auf der Hofbühne präsentiert sich von 20 bis 22.15 Uhr Melva Houston mit ihrer Band. Hemmi Donié mit seinen „Piano Grooves“ ist von 20.15 bis 21.45 Uhr auf dem Maler-Wild-Platz zu hören. Auf Hemmi Donié folgt ab 22.15 Uhr die Banda Internationale, ein Bandprojekt von Dresdner Musikern und Flüchtlingen. Die Truppe macht Musik bis 24 Uhr. Der Samstag startet mit der Golden Swing Big Band und Jörg Seidel um 19 Uhr auf dem Schleiferplatz. Seidel hat sowohl als Sänger wie als Gitarrist einen hervorragenden Ruf. Anschließend gibt es „Party“ auf dem Schleiferplatz mit dem niederländisch-belgisch-deutschen Funk-Septett Circo Simonelli, das eine mitreißende Funkshow liefert. Die Musiker um den Trompeter und Bandleader Luca Simonelli wissen von Natur aus, wie sie das Publikum mit heißen Soli bis zum Siedepunkt in Schwung bringen. Los geht’s um 21.30 Uhr. Auf dem Maler-Wild-Platz ist ab 20 Uhr eine der neuen Stimmen im zeitgenössischen Jazz zu hören: Natalia Mateo. Sie geht ihren eigenen Weg, unangepasst, aber doch nahbar und weit weg von den klischeehaften Vorstellungen über Jazzsängerinnen. Ein junges Original mit ganz eigener Geschichte. Sie geht offen und vorurteilsfrei durch die musikalische Welt. Danach – von 22.15 Uhr bis kurz vor Mitternacht – wird es sphärisch auf dem Maler-Wild-Platz. Mit Stilelementen aus der indischen Musik, Jazz sowie Rock und Pop, durchmischt mit Komposition- und Improvisationsphasen, durchstreift Sitar Station das weite Feld von sphärisch berührend bis jazz-rock-artig, ohne dabei Musikalität oder Authentizität vermissen zu lassen. Das Jens Wimmers Boogie Trio bringt ab 20.30 Schwung in die obere Fußgängerzone, auf der Hofbühne startet zur selben Zeit der Big B’s Blues Express, und im Café Eckstein fliegen ab 20.45 Uhr musikalische Funken mit Dynamite Funk. Auch der Sonntag steckt voller musikalischer Leckerbissen. Der Idar-Obersteiner Gospel- und Popchor macht den Auftakt um 11 Uhr auf dem Schleiferplatz. Ab 14.30 Uhr folgt dort die Masha Bijlsma Band. Das vielleicht größte Kapital im Gesang von Masha Bijlsma ist ihre Wandlungsfähigkeit, die große Stil- und Ausdrucksbreite, über die sie so souverän verfügt. Groovy Jazzstandards, Eigenkompositionen der Bandmitglieder, Balladen und Popsongs wie „Breathing“ von Kate Bush, veredelt mit balladeskem Jazzgefühl, bilden den Großteil ihres Repertoires. Bis 16.30 Uhr kann man das genießen. Ablösung kommt in Gestalt der Allstar Big Band Neustadt. Sie besteht aus talentierten jungen Musikern, die einen fetten Big-Band-Sound von Count Basie bis Bruno Mars auf die Bühne bringen. In der oberen Fußgängerzone sind von 15 bis 17 Uhr Les primitifs zugange. Les primitifs erzählen instrumental von den menschlichen Begierden und Leidenschaften. Es geht um überschwängliche Freude und die Lust an bittersüßer Melancholie, Wildheit und Zärtlichkeit. Diese Musiker würden in der Altstadt von Montevideo ebenso bestehen wie im Hafenviertel von Marseille, in New Orleans genauso wie in Prag. Ab 15.30 Uhr spielt superfro auf der Hofbühne. Die vier Musiker bieten Jazz mal anders – kein akustisch anstrengender Hochleistungssport am Instrument, sondern in Musik umgesetzte Geschichten. Energiegeladen toben die vier Herren in ihren bunten Anzügen auf der Bühne, bearbeiten mit einem Heidenspaß ihre Instrumente und erzählen dazwischen vergnügt, wie Ihre Kompositionen entstehen. Auf dem Maler-Wild-Platz gastiert ab 16.30 Uhr Karolina Strassmayer. Gemeinsam mit dem New Yorker Schlagzeuger Drori Mondlak präsentiert Altsaxofonistin Karolina Strassmayer ihr Quartett Klaro. Es verbindet die Lyrik der europäischen Klassik und Folklore mit der rhythmischen Kraft des amerikanischen Jazz und der harmonischen Raffinesse der zeitgenössischen Musik. Der musikalische Bogen spannt sich von kraftvoll, spritzigen Grooves zu poetischen Balladen und explosivem Swing. (ugw) INfo Grundsätzlich ist der Eintritt zu allen Veranstaltungen frei. Während des Festivals wird für nur sechs Euro ein Förderbutton verkauft. Mit dem Kauf kann jeder zur Unterstützung der Jazztage beitragen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.idar-oberstein.de/kultur/jazztage-idar-oberstein