Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Spiel der Woche: Abstiegskampf zwischen „HüWa“ und Steinwenden II

Punkte sammeln gegen den Abstieg lautet das Ziel der SG Hüffler/Wahnwegen.
Punkte sammeln gegen den Abstieg lautet das Ziel der SG Hüffler/Wahnwegen.

Spannung pur in der Abstiegsrunde der A-Klasse Kusel-Kaiserslautern. Und mittendrin die SG Hüffler/Wahnwegen. Dort bedarf es noch so einiger Punkte. Am Freitagabend kommt der favorisierte SV Steinwenden II ins Saubeertal.

Mit Ausnahme des TuS Schönenberg (26 Punkte) darf sich wohl noch kein anderes Team sicher sein, auch in der nächsten Saison in der A-Klasse spielen zu dürfen. Der SV Nanz-Dietschweiler II (18), SV Steinwenden II (17), SV Spesbach (15) sowie VfR Hundheim-Offenbach/Hinzweiler (14) sind aktuell auf den sicheren Plätzen. Dahinter lauert ein Quartett mit jeweils zwölf Punkten auf den Rängen sechs bis neun: SG Hüffler/Wahnwegen, SG Breitenbach/Dunzweiler, TuS Glan-Münchweiler sowie TSG Burglichtenberg. Und selbst die SG Bechhofen/Lambsborn (acht) ist nach dem jüngsten Erfolg zumindest wieder in Sichtweite zu den Nichtabstiegsplätzen.

Bei der SG Hüffler/Wahnwegen war das Ziel von Anfang an, auch im kommenden Jahr weiter A-Klasse zu spielen. „Wir hatten zwar die Hoffnung, irgendwie in die Aufstiegsrunde zu rutschen. Aber man muss schon realistisch sein: Die Mannschaften, die das geschafft haben, waren besser als wir und hatten das auch verdient“, konstatiert SG-Spielertrainer Lukas Pabst.

Guter Start für SVS II

Mit Blick auf den Gegner des Duells am Freitagabend, 19.30 Uhr, gegen den SV Steinwenden II kann Pabst nicht zu viel sagen: „Zweite Mannschaften sind ja immer eine Art Wundertüte. Da kann immer noch was aus der ersten Mannschaft abfallen. Insofern ist das schwer vorhersehbar“, befindet er. Steinwenden II stehe vor der SG „Hüwa“ und sei von daher Favorit.

Der SVS II hat die Aufstiegsrunde nur um einen Punkt verpasst und ist mit zwei deutlichen Siegen beeindruckend in die Abstiegsrunde gestartet. „Wir sind schon enttäuscht, dass es am Ende knapp nicht für die Aufstiegsrunde gereicht hat. Wir glauben aber an unser Team und sind überzeugt, dass es die Qualität hat, den Klassenerhalt zu schaffen“, gibt sich SVS-Trainer Knut Herbert selbstbewusst vor dem Spiel, obwohl vier Spieler verletzt fehlen, darunter auch Kapitän Robin Becker. Aufgrund des Nachholspiels unter der Woche sind laut Herbert wahrscheinlich keine Spieler aus der ersten Mannschaft im Kader. „Wir haben aber auch die beiden ersten Siege ohne Verstärkung von oben eingefahren“, sieht Herbert dadurch keinen gravierenden Nachteil für das Spiel am Freitag. Zuversichtlich macht ihn dabei, dass seine beiden Stürmer Yannik Brill und Marc Moritz in den letzten Partien richtig in Torlaune waren und zusammen bereits in zwei Spielen sieben Tore erzielten. „Die beiden haben sich total gut entwickelt, sind voller Selbstvertrauen und heiß auf jedes Spiel“, erzählt Herbert.

„HüWa“ muss punkten

Die SG Hüffler/Wahnwegen will dagegen unbedingt den Klassenerhalt schaffen. „Aber da müssen wir noch ordentlich punkten“, weiß auch Pabst, dass das in einer ausgeglichenen Liga keineswegs ein Selbstläufer wird. Erst recht, wenn man auf das Personal der Kombinierten blickt. Fast schon seit Jahren mussten schwere Verletzungen und längerfristige Ausfälle regelmäßig in größerer Anzahl verkraftet werden. „Das zieht sich schon eine Weile und Corona hat uns da auch nicht gut getan“, berichtet Pabst. Eine stattliche Anzahl von Akteuren hat inzwischen die Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Aber: „Wir, damit meine ich auch meinen Co Sebastian Schu, sind trotz aller Widrigkeiten optimistisch, dass uns der Klassenerhalt gelingt. Wir werden alles geben und wollen uns keinen Vorwurf machen lassen, selbst wenn es nicht klappen sollte“, erklärt der Übungsleiter, der vor seinen letzten Wochen bei der SG steht und im Sommer von Viktor Luks abgelöst wird.

Schafft „HüWa“ den wichtigen Dreier, ist die SG wieder voll im Rennen um die Nichtabstiegsplätze. Gewinnt Steinwenden, distanziert der SVS den Gegner auf acht Punkte. „Wir müssen auf uns schauen. Die Jungs sollen sich auf ihr Spiel konzentrieren und darauf, die gestellten Vorgaben umzusetzen. Und dann ist auch nicht wichtig, was von außen hereingetragen wird. Damit sollten wir uns nicht beschäftigen“, sagt Pabst. Seine Mannschaft müsse alles rausholen und die grundlegenden Dinge abrufen, fordert er. Klappt das, weiß auch der Trainer, könne die SG für jeden Gegner unangenehm sein.

Die Spiele im Überblick

Aufstiegsrunde A-Klasse KUS-KL: FV Kusel – FV Kindsbach, VfB Waldmohr – SG GlanAlb, VfB Reichenbach II – FV Ramstein (alle So, 15)

Abstiegsrunde A-Klasse KUS-KL: SG Hüffler/Wahnwegen – SV Steinwenden II (Fr, 19.30), SV Spesbach – TuS Glan-Münchweiler (Sa, 17), SG Breitenbach/Dunzweiler – TSG Burglichtenberg, TuS Schönenberg – SV Nanz-Dietschweiler II, VfR Hundheim-Offenbach/Hinzweiler – SG Bechhofen/Lambsborn (alle So, 15), TSG Burglichtenberg – SG Bechhofen/Lambsborn (Mi, 19.15)

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