Lauterecken RHEINPFALZ Plus Artikel So hat die Verbandsgemeinde ihren zehnten Geburtstag gefeiert

Rund ums Lauterecker Verwaltungsgebäude herrschte Feststimmung bei bestem Wetter.
Rund ums Lauterecker Verwaltungsgebäude herrschte Feststimmung bei bestem Wetter.

Als eine der ersten im Land wagten die Verbandsgemeinden Lauterecken und Wolfstein die Fusion zum 1. Juli 2014. Wie sehr die Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein zu einer Einheit zusammengewachsen ist, wurde am Sonntag beim zehnten Geburtstag deutlich. Rund um das Lauterecker Verwaltungsgebäude herrschte Volksfeststimmung pur.

„Als das Gesetz zur Fusion kam, war Wolfstein die Braut und musste sich jemanden suchen. Lauterecken war der Bräutigam“, erinnert sich Bürgermeister Andreas Müller. Stundenlange Tagungen, um Details zu klären, standen damals an. Und am Ende stand auch noch die Namensfrage. Keine leichte Aufgabe damals. Doch wenngleich Müller sich im Laufe der Diskussionen auch mal „im falschen Film“ wähnte, so waren all die Gespräche, all die Debatten letztlich erfolgreich.

Die Anzahl der Kritiker in den 41 Gemeinden dürfte bis heute deutlich geschrumpft sein, jedoch betont Müller, dass Personalabbau stattgefunden habe, durch die neuen Aufgaben aber auch neue Stellen – fusionsunabhängig – nötig geworden seien. Müller ist zuversichtlich, dass irgendwann kaum noch jemand daran denke, dass die Verbandsgemeinde in heutiger Form nicht schon immer Bestand hatte.

Auch der Bürgerbus wird gefeiert

Grundschüler und Kita-Kinder, die die Verbandsgemeinde ohnehin nur als Einheit kennen, unterhielten bei der Geburtstagsfeier nicht nur als Flötenensemble, sondern auch sehr stimmgewaltig mit dem neuen VG-LW-Song aus der Feder von Verwaltungsmitarbeiterin Svenja Karch zur bekannten „YMCA“-Melodie: „Aller Anfang war schwer, doch wir haben’s geschafft – die VG ist eine Mannschaft.“ Und zwar eine, die offensichtlich auch einiges vom Organisieren einer Feier für Jung und Alt versteht, wie sich am Sonntag zeigte.

Auf dem Parkplatz haben die beiden Jugendzentren Lauterecken und Wolfstein mit Spiel und Spaß für Kurzweil bei den jüngsten Besuchern gesorgt. Währenddessen konnten sich die Älteren über das Smart-City-Projekt „Land l(i)eben“ oder die touristischen Höhepunkte der Verbandsgemeinde informieren. Entlang der kulinarischen Meile vor der Verwaltung versorgten regionale Gastronomen mit Gegrilltem, Pommes, Currywurst und Co. die zahlreichen Besucher, die nicht nur aus der direkten Umgebung stammten. Groß und Klein konnten neben dem Verwaltungsgebäude auch die Feuerwehr und ihre vielfältigen Arbeitsbereiche kennenlernen. Drohnenflüge, Spiele und Einblicke in ein Feuerwehrauto lockten. Auch ein Blick in den Bürgerbus der Verbandsgemeinde war möglich, denn dessen fünfjähriges Bestehen wurde gleich mitgefeiert. Mehr als 10.000 Fahrten innerhalb der VG hat die große Mannschaft Ehrenamtlicher bereits absolviert und somit vielen, vor allem älteren Menschen eine bessere soziale Teilhabe ermöglicht.

Lob von ADD-Chef Linnertz

Thomas Linnertz, der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier, der bereits zum fünften Geburtstag der Verbandsgemeinde vom Volksfest-Charakter in Wolfstein überrascht war, kam gerne nach Lauterecken. Die Region sei gut zusammengewachsen, die VG ein Mittler zwischen dem Land und den Kommunen und ihren Einwohnern, sagte er. Durch die Fusion sei eine zukunftsfähige Einheit gebildet worden, die auch für künftige Herausforderungen wie die demografische Entwicklung gerüstet sei. „Viele Probleme lassen sich gemeinsam besser angehen.“

„Richtig was los“, „ist doch kein politisches Schaulaufen“ und etliche „Wows“ entlockte das kurzweilige Programm den Besuchern. Ein Fest „von Bürgern für Bürger“ hatte Tourismusfachkraft Kathrin Bürthel im Vorfeld schon versprochen, und die VG hat geliefert – wenngleich neben einer Weinprinzessin und der Kuseline Jil Biedinger auch die politischen Würdenträger ihre obligatorischen Grußworte lieferten. Durch das Programm auf der Festbühne vor der Verwaltung führte kurzweilig Jochen Ehnes in Funktion als Wolfsteiner Komödiant und sorgte für etliche Lacher. Die Königsland Swingband und „Calm & Exciting“ sorgten für den passenden musikalischen Rahmen.

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