Burg Lichtenberg
School Rocks for Summer bietet Bands auf Burg Lichtenberg eine Bühne
Knapp 100 Besucher versammeln sich schon zu Beginn der Veranstaltung auf dem sonnigen Gelände der Burg Lichtenberg. Viele tummeln sich im Schatten unter den Zelten, die die Veranstalter aufgebaut haben, denn das Wetter im Kreis Kusel spielt ausnahmsweise mal mit. Die Sonne lädt sogar die in den Burgruinen vertretenen Eidechsen ein, dem Spektakel beizuwohnen. Dann hebt Johannes Huber, Organisator des Schools Rocks for Summer, den Daumen und die Band der Paul-Moor-Förderschule legt los.
Im Gespräch mit der RHEINPFALZ betont Huber, dass es wichtig sei, den Schülern eine künstlerische Plattform zu bieten. Gestartet sei man vorheriges Jahr mit vier Bands, die auch dieses Jahr wieder mitmachen. Insgesamt seien es heute neun Bands. Huber selbst ist mittlerweile Lehrer an der Willi-Graf-Schule in Saarbrücken und unterrichtet Erdkunde, Physik und Naturwissenschaften, habe aber früher in der Big Band des Siebenpfeiffer-Gymnasiums gespielt und dabei gelernt, die Musik wertzuschätzen und seinen eigenen Schülern näher zu bringen. „Das Musikantenland soll schließlich seinem Namen gerecht werden.“
Gemeinsam musizieren und was ausprobieren
Natürlich gehe auch mal ein Ton daneben. Aber das breche der Veranstaltung keinen Zacken ab. Schließlich seien es Kinder unterschiedlichen Alters, die hier zusammenkommen und keine Rockstars oder promovierte Musikwissenschaftler. In erster Linie gehe es um das gemeinsame Musizieren und Ausprobieren, betont er.
Unter den Nummern der Schüler fänden sich beispielsweise Hits aus den 1960-er bis 80er Jahren: Beds are Burning von Midnight Oil, Smoke on the Water von Deep Purple oder eine Orchester-Interpretation von Paint it Black von den Rolling Stones, die dem Lied so komplett instrumental einen ganz neuen Anstrich verleiht. Filmmusik sei ebenfalls vertreten, James Bond oder Harry Potter. So sei es „bunt gemischt“. Schön zu sehen sei für Huber außerdem, dass sich die Bands gegenseitig beim Auf- und Abbau helfen.
Von den Spenden Eis essen
Die Besucher sind über den Tag hinweg durch Essens- und Getränkeständchen versorgt. Wer möchte, kann zusätzlich etwas an Kleingeld in die Spendenkasse werfen, das dann den Musikern zugute kommt. Am Ende des Tages solle das Geld auf die neun beteiligten Schulbands verteilt werden. „Wenn nicht viel dabei rumkommt, wird es trotzdem mindestens ein Bällchen Eis sein“, sagt Huber. Dieses Jahr sei zwar eine klare Steigerung zu vorherigem Jahr zu erkennen, für nächstes Jahr hoffe er aber auf noch mehr Bands, die sich beteiligen.
Johannes Huber will auf jeden Fall dabei sein, auch wenn er durch sein neues Amt als Ortsbürgermeister von Brücken möglicherweise nicht länger als Organisator die Fäden ziehen kann. Um den Bühnenabbau muss sich Huber dieses Mal zumindest nicht kümmern. Die bleibt stehen, denn am 12. und 13. Juli folgt ein weiteres Festival auf der Burg Lichtenberg.