Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Schlaue Bänke: Im Winter bleibt der Akku leer

Die schlaue Bank auf Burg Lichtenberg soll einen neuen Platz bekommen. Wer aktuell dort sitzt, sieht nur eine Hecke oder den Par
Die schlaue Bank auf Burg Lichtenberg soll einen neuen Platz bekommen. Wer aktuell dort sitzt, sieht nur eine Hecke oder den Parkplatz.

Fünf sogenannte schlaue Bänke wurden von Land L(i)eben im Kreis Kusel aufgestellt. Ob diese auch tatsächlich genutzt werden, lasse sich nur schwer sagen. Dennoch soll ein Dutzend weitere folgen.

Je 7000 Euro haben die schlauen Bänke gekostet, die sich aktuell an fünf Standorten über den Kuseler Landkreis verteilen. Ihr Zweck: Die Bürger sollen beim Verweilen per Hotspot kostenloses W-Lan nutzen sowie das Smartphone und an manchen Stellen das E-Bike aufladen können. Die Bänke wurden über das Projekt Land L(i)eben beschafft. Zu finden sind sie bisher am Ohmbachsee, auf Burg Lichtenberg, an der Kreisverwaltung Kusel sowie gegenüber der Altenglaner Sparkasse und vorm Verwaltungsgebäude in Lauterecken.

Reparaturen seien an den Bänken bisher nicht nötig gewesen, sagt Alexander Kleinschmidt, Sprecher von Land L(i)eben auf RHEINPFALZ-Anfrage. Das heißt allerdings nicht, dass sie in den vergangenen Monaten fehlerfrei funktioniert haben. „Da die Bänke solar- beziehungsweise akkubetrieben werden, konnte es in den Herbst- und Wintermonaten aufgrund fehlender Sonnenstunden zu Unterbrechungen der Stromversorgung und den damit verbundenen Funktionen gekommen sein“, erklärt Kleinschmidt. Bei einigen Bänken solle – sofern es der Standort zulässt – eine unterstützende Stromversorgung installiert werden, um nicht allein vom Wetter abhängig zu sein, berichtet der Sprecher. Bei jener auf Burg Lichtenberg sei das aktuell nicht möglich, allerdings befinde sie sich auch noch nicht an ihrem finalen Platz.

Eine Webseite für jede Bank

Die ursprüngliche Planung sah vor, eine schlaue Bank in jeder der 98 Ortsgemeinden des Landkreises aufzustellen. Davon ist man aber schnell abgerückt – viele Gemeinden lehnten dankend ab, da sie für die Unterhaltskosten von rund 500 Euro selbst aufkommen gemusst hätten. Dennoch werden bald weitere Exemplare ihren Platz finden. „Über eine Leader-Förderung hat die Kreisverwaltung Kusel zwölf weitere Bänke beschafft“, so Kleinschmidt. Diese sollen im Laufe des zweiten Quartals 2024 im Kuseler Südkreis aufgestellt werden. Folgende Standorte sind vorgesehen: Börsborn, Brücken, Dittweiler, Glan-Münchweiler, Gries, Henschtal, Nanzdietschweiler, Quirnbach, Waldmohr, Krottelbach sowie zwei in Schönenberg-Kübelberg (je eine in den Ortsteilen Schönenberg und Kübelberg).

Angedacht ist laut Kleinschmidt zudem, dass jede der Bänke eine eigene Webseite bekommen soll: „Darüber sollen zudem beispielsweise Informationen über Projekte von Land L(i)eben, eine Weiterleitung auf die Beteiligungsplattform ,Mitmachen’ oder zu Angeboten in der Nähe der Standorte aufrufbar sein.“

Wenig aussagekräftige Zahlen

Inwiefern die schlauen Bänke tatsächlich von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden, lasse sich nur schwer sagen. „Konkrete Rückmeldungen haben wir bisher nicht erhalten“, sagt Kleinschmidt. Zwar könne man auswerten, wie oft die abgebildeten QR-Codes abgerufen wurden, das sei aber zum jetzigen Zeitpunkt wenig aussagekräftig. „Erfahrungsgemäß wird ein solches Angebot in den Wintermonaten wenig genutzt.“ Laut den Zahlen der Initiatoren wurde die Altenglaner Bank am häufigsten genutzt – 61-mal wurde der dortige QR-Code gescannt. Die Standorte Kusel (27 Scans), Ohmbachsee (18) und Lauterecken (zwölf) folgen mit deutlichem Abstand. Auf Burg Lichtenberg – wo sich der Standort der Bank noch ändern soll – wurde der QR-Code lediglich fünfmal abgerufen.

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