Wolfstein Schlägerei in Regionalbahn löst größeren Polizeieinsatz aus und führt zu Zugausfällen

Der Zug kam wegen des Vorfalls am Bahnhof Reckweilerhof zum Stehen.
Der Zug kam wegen des Vorfalls am Bahnhof Reckweilerhof zum Stehen.

Eine Schlägerei zwischen mehreren Personen in der Regionalbahn von Lauterecken nach Kaiserslautern hat am Mittwochabend einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst und zu Zugverspätungen geführt. Wie die Polizei mitteilt, rückten gegen 20 Uhr mehrere Streifen der Polizeiinspektionen Kaiserslautern und Lauterecken sowie der Bundespolizei zum Bahnhof Reckweilerhof aus. Vor Ort griffen die beiden 18- und 19-jährigen, polizeibekannten Beschuldigten die Beamten an. Nach Angaben der Polizei ließen sie sich „nur unter erheblichem Widerstand zu Boden bringen und fesseln“. Wie die Polizei aus Zeugenbefragungen erfuhr, hatte die Zugbegleiterin zuvor eine Bekannte der beiden Beschuldigten wegen ihres Verhaltens aufgefordert, an der nächsten Station auszusteigen. Weil die beiden Männer versuchten, die Zugbegleiterin zu beeinflussen, versuchte ein Fahrgast zu schlichten. Den Angaben zufolge attackierten die Männer den 40-Jährigen durch Tritte und Schläge gegen den Oberkörper sowie den Kopf. Selbst als dieser Schutz unter einer der Sitzbank suchte, ließen die Männer nicht von ihm ab. Sicherheitskräfte der Bahn wurden ebenfalls angegriffen.

Ein Atemalkoholtest bei den beiden Beschuldigten ergab Werte von 1,19 und 0,87 Promille, den Männern wurde Blut entnommen. Weiterhin war laut Polizei ein Konsum von Betäubungsmitteln nicht auszuschließen. Gegen den 18- und den 19-Jährigen wurden nun Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Nach Angaben der Polizei verursachte der Vorfall eine Zugverspätung von 205 Minuten, teilweise fielen Züge aus.

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