Kusel
Schülerzahlen gehen leicht zurück
Derzeit besteht der Jahrgang der fünften Klassen der Realschule plus am Standort Lauterecken aus 59 Schülern, die drei Klassen bilden. Für das neue Schuljahr liegen bislang nur 33 Anmeldungen vor. Schulleiterin Katja Zielinski rechnet zwar noch mit Nachzüglern, geht aber nur von zwei Klassen aus. Erst ab über 50 Anmeldungen wäre weiterhin eine Dreizügigkeit möglich.
Als Grund nennt sie eine gewisse Anzahl von Grundschülern, die bedingt durch die Unterrichtsausfälle wegen der Corona-Pandemie das vierte Schuljahr wiederholen. „Es waren bei uns schon Schüler und Schülerinnen als Neuzugänge gemeldet, die nun doch in der Grundschule verbleiben“, sagt Zielinski. Die Situation sei noch nie so dynamisch gewesen wie in diesem Anmeldezyklus.
Altenglan weiter dreizügig
Die Realschule plus Altenglan kann an der Dreizügigkeit festhalten. Nach 54 und 56 Anmeldungen in den beiden Vorjahren stehen bislang 58 Anmeldungen fest. „Wir sind mit den Anmeldezahlen zufrieden und sehen darin eine Bestätigung des Konzepts“, erklärt Schulleiterin Katja Albert.
Für die gemeinsame Orientierungsstufe von Siebenpfeiffer-Gymnasium und Realschule plus in Kusel gibt es 170 Anmeldungen. Bei einem Klassenteiler von 25 kommt es damit zu sieben Klassen, eine weniger im Vergleich zu den Vorjahren bei 181 und 184 Anmeldungen. „Die Anmeldezahlen passen exakt zu den dazugehörigen Geburtenjahrgängen“, erklärt Schulleiter Marco Schneider. Er geht davon aus, dass die Umstrukturierung der gemeinsamen Orientierungsstufe, die erstmals für die neuen fünften Klassen gilt, keine Auswirkung auf die Anmeldezahlen hatte.
Bislang wurden alle Schüler in der fünften und sechsten Klasse in der Regel gemeinsam in der Walkmühlstraße unterrichtet – nur beim Wahlpflichtfach gab es eine Aufteilung. Französisch wurde am Gymnasium unterrichtet, für Hauswirtschaft und Soziales, Wirtschaft und Verwaltung sowie Technik und Natur ging es für Doppelstunden mit dem Bus zum Realschulstandort auf den Roßberg.
Verteilung ab Klasse sechs
Künftig wird je nach Wahlpflichtfach ab der sechsten Klasse verteilt auf beide Standorte. Wer also bereits weiß, dass er eine Realschullaufbahn einschlägt, wechselt bereits zur sechsten Klasse an den Standort Roßberg, nicht erst ab der siebten. Rein formal bleibt aber die gemeinsame Orientierungsstufe erhalten.
Wie viele Schüler der derzeitigen sechsten Klassen nach den Sommerferien die Realschule oder das Gymnasium besuchen, ist noch offen. „Diese Woche war erst die Zeugniskonferenz der sechsten Klassen. Die Eltern haben bis zu Beginn der Sommerferien Zeit, sich anzumelden“, erklärt Realschulleiterin Nina Dahlke.
Das Veldenz-Gymnasium in Lauterecken kommt auf 45 Anmeldungen und ist damit zweizügig. In den beiden Vorjahren gab es 52 und 53 Anmeldungen. Schulleiter Stefan Weber sagt: „Der Rückgang ist durch den negativen Trend der Bevölkerungsentwicklung zu erklären. Betrachtet man allerdings den prozentualen Anteil der Anmeldungen in Bezug auf die Geburten in der Verbandsgemeinde, ist über eine lange Sicht sogar eine Steigerung der Anmeldezahlen zu erkennen. Gingen im Schuljahr 2011/12 noch 29 Prozent der Schüler der Verbandsgemeinde an unser Gymnasium, sind es im kommenden Jahr sogar 36 Prozent. Im Vorjahr waren es sogar 40 Prozent.“
112 Plätze an der IGS
Die Nachfrage nach Plätzen an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Schönenberg-Kübelberg/Waldmohr ist weiter größer als das Angebot. Für die 112 Plätze, die jährlich vergeben werden, gab es nach Angaben von Schulleiter Uwe Steinberg 116 Bewerbungen. 2020 hatten sich 127 Grundschüler, in den beiden Jahren davor 115 und 118 beworben. Von 2013 bis 2017 gab es keine Ablehnungen, weil sich weniger als 112 Schüler beworben hatten.