Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Schülerzahlen: Das Saarland lockt die Pfälzer

Vorteil der zurückgehenden Anmeldezahlen: Die Raumnot am Kuseler Siebenpfeiffer-Gymnasium entspannt sich ein wenig.
Vorteil der zurückgehenden Anmeldezahlen: Die Raumnot am Kuseler Siebenpfeiffer-Gymnasium entspannt sich ein wenig.

Es gibt in Kusel nur noch 136 Anmeldungen für die gemeinsame Orientierungsstufe von Siebenpfeiffer-Gymnasium und Realschule plus. Im Vorjahr waren es noch 168. Wer nach den Gründen fragt, wird auf das benachbarte Saarland verwiesen.

Im neuen Schuljahr gehen nur noch sechs gemeinsame fünfte Klassen von Siebenpfeiffer-Gymnasium und Realschule plus an den Start. In den Jahren davor waren es stets acht. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich 32 Schüler weniger angemeldet.

Marco Schneider, Leiter des Siebenpfeiffer-Gymnasiums, verweist bei der Begründung auf die Gemeinschaftsschule in Freisen, die von Vier- auf Fünfzügigkeit erweitert worden sei. Da das Saarland von acht wieder auf das neunjährige Gymnasium umstelle, seien die dortigen Schulen wieder deutlich interessanter für Schüler aus der Pfalz. Vor allem gebe es einen Trend von den Grundschulen Pfeffelbach und Konken nach Freisen wegen der kurzen Fahrzeit.

Der Kreis zahlt die Fahrkarten

Schneider findet es nicht richtig, dass das Schulgesetz vorschreibt, dass der Kreis diesen Schülern die Fahrkarten ins Saarland bezahlt. Das ist der Fall, wenn eine vergleichbare Schule in der Pfalz weiter entfernt liegt. Da die Gemeinschaftsschule einer Integrierten Gesamtschule (IGS) gleichgestellt wird, zählt als Maßstab die Entfernung vom Wohnort zur IGS in Schönenberg-Kübelberg.

Schneider sieht keinen Zusammenhang von weniger Anmeldungen mit der Debatte um eine Auflösung der gemeinsamen Orientierungsstufe. Das habe bei Elterngesprächen keine Rolle gespielt.

Die Schüler abholen

Das sieht auch Philip Steuer, pädagogischer Koordinator der Realschule plus und Leiter der gemeinsamen Orientierungsstufe, so: „Wir müssen Eltern vielleicht etwas mehr erklären, aber wir holen die Schüler bei ihrem Leistungsstand ab und fördern sie individuell. Das läuft sehr gut.“

23 Absagen an der IGS

An der IGS im Südkreis wurden wie in den Vorjahren 112 Kinder angenommen – für mehr als vier Klassen gibt es keinen Platz in Schönenberg-Kübelberg und dem zweiten Standort Waldmohr. 2021 mussten vier Bewerber deshalb abgelehnt werden. In diesem Jahr waren 23 Kinder mit ihrer Bewerbung nicht erfolgreich. Laut Schulleiter Uwe Steinberg könnten wegen der hohen Nachfrage Schüler aus dem Kreis Kaiserslautern oder dem Saarland nur noch aufgenommen werden, wenn bereits ihre Geschwister die IGS besuchen.

Im Norden wie gehabt

Stabil sind die Anmeldungen im Nordkreis. Das Veldenz-Gymnasium in Lauterecken hat wie im Vorjahr 48 Anmeldungen auf dem Tisch liegen. Schulleiter Stefan Weber berichtet, dass sich das Konzept einer Co-Klassenleitung bewährt habe. Außerdem könne die Schule jeden Fünftklässler mit einem Leih-Tablet ausstatten.

Für die Realschule plus Lauterecken/Wolfstein meldet Rektorin Katja Zielinksi 44 Anmeldungen für die fünften Klassen, nach 37 im Jahr davor. Der Jahrgang sei etwas geburtenschwach in der Verbandsgemeinde.

Bandklasse in Altenglan

Die Realschule plus Altenglan kommt auf 53 Anmeldungen. Vor einem Jahr waren es 56. Durch Nachzügler besuchten dann aber 65 Kinder die drei fünften Klassen. Im neuen Schuljahr kommt wieder eine Bandklasse zusammen.

Die Fachoberschule Lauterecken/Wolfstein hat 26 Anträge für die Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung vorliegen, 22 für Gesundheit und Soziales. Katja Zielinksi rechnet mit der Maximalauslastung von jeweils 30 Schülern.

Die Oberstufe am Siebenpfeiffer-Gymnasium startet im Sommer in der „Elften“ mit 76 Schülern, davon sechs Neuzugängen. Die IGS Schönenberg-Kübelberg kommt in der elften Klasse auf 55 Jugendliche. So viele waren es auch im Vorjahr.

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