Schönenberg-Kübelberg RHEINPFALZ Plus Artikel Saarbrücker Straße: Einwohner macht Vorschlag, um Verkehr zu entlasten

Absperrpfosten verhindern die Zufahrt aus dem Wohngebiet „In den Aspen“ zur Rosenstraße. Daran soll sich vorerst auch nichts änd
Absperrpfosten verhindern die Zufahrt aus dem Wohngebiet »In den Aspen« zur Rosenstraße. Daran soll sich vorerst auch nichts ändern.

Der Verkehr in der Saarbrücker Straße erhitzt immer wieder die Gemüter. Nun gibt es einen Vorschlag, die Situation zumindest etwas zu entschärfen. Für die Gemeindespitze ist dies derzeit zwar kein Thema, aber immerhin eine Überlegung wert.

Staus sind in der Saarbrücker Straße in Schönenberg-Kübelberg an der Tagesordnung. Um vom Minitec-Kreisel in die Ortsmitte zu kommen, werden mitunter 15, 30 Minuten oder sogar länger benötigt. Markus Lang hat einen Vorschlag: So könne das Wohngebiet „In den Aspen“ quasi dazu beitragen, das Verkehrsaufkommen etwas zu bändigen.

Das Wohngebiet in Kübelberg mit den Straßen „In den Aspen“, „Im Withum“, „Im Lehmgarten“ und „Im Schafacker“ wirkt auf Autofahrer wie eine große Sackgasse. Die Zufahrt über den Kreisel am Ortseingang (von Waldmohr kommend) ist zugleich auch die Ausfahrt. Wollen Anwohner mit ihrem Auto beispielsweise zu den Einkaufsmärkten in der Ortsmitte fahren, müssen sie den Weg über die Saarbrücker Straße (B423) nehmen. „Damit wird das ohnehin schon starke Verkehrsaufkommen noch verstärkt“, sagt Lang, der in der Straße „Im Withum“ wohnt. Die Anwohner koste das Zeit und Sprit, da sie sich, insbesondere zu den Stoßzeiten, in den Stau in der Saarbrücker Straße einreihen müssen.

Keine Zufahrt zur Rosenstraße

Dabei gibt es eine Alternative, sagt Lang: Das Wohngebiet „In den Aspen“ ließe sich über die Rosenstraße ohne großen Aufwand mit der Dorfmitte verbinden, der Weg über die Bundesstraße entfiele. Der Vorschlag hat allerdings einen Haken: Absperrpfosten verhindern seit Jahren die Zufahrt aus dem Wohngebiet zur Rosenstraße. Einen Beschluss des Ortsgemeinderats zur Sperrung gebe es seines Wissens nach nicht, sagt der Kübelberger.

Staus am Ortseingang Schönenberg-Kübelbergs gibt es naehzu täglich.
Staus am Ortseingang Schönenberg-Kübelbergs gibt es naehzu täglich.

Wer wann die Entscheidung getroffen hat, die Poller zu setzen, konnte auch Matthias Mohrbacher, als Beigeordneter der Ortsgemeinde Schönenberg-Kübelberg zuständig unter anderem für den innerörtlichen Verkehr, auf die Schnelle nicht mehr nachvollziehen. Sei’s drum, die Pfosten zu entfernen, sei derzeit sowieso kein Thema. Aber er lasse mit sich reden, „die jetzige Situation ist nicht in Stein gemeißelt“, sagt Mohrbacher. Er habe den Vorschlag von Markus Lang zur Entlastung der Verkehrssituation in der Saarbrücker Straße mitgenommen in die Besprechung mit dem Ortsbürgermeister und den Beigeordneten.

Pfosten bleiben erstmal stehen

Einhellige Meinung dort: Die Posten bleiben stehen, solange es noch Staus in der Saarbrücker Straße gibt. Mohrbacher befürchtet, dass, sollten die Poller fallen, Autofahrer die Staus auf der Hauptstraße umfahren und die Anwohner in den Nebenstraßen, insbesondere im Wohngebiet „In den Aspen“, erheblich belastet würden. Sollte sich die Lage an der Ampel in Höhe des Gasthauses Schleppi weiter entspannen, „könnten wir darüber nachdenken, die Pfosten zu entfernen und die Strecke freizugeben“, sagt Mohrbacher.

Markus Lang kann die Argumente des Beigeordneten nachvollziehen, ohne dass sie ihn vollends überzeugen. Hinsichtlich einer gerechten Verteilung der Verkehrsströme sei die Sperrung zur Rosenstraße nicht nachvollziehbar. „Die Anwohner der Saarbrücker Straße wären um jedes Fahrzeug weniger sicherlich froh“, sagt er, während die Anwohner der Rosenstraße das „Privileg genießen“, dank der Pfosten von zusätzlichem Verkehr verschont zu bleiben.

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