Schönenberg-Kübelberg RHEINPFALZ Plus Artikel Ampel am Gasthaus Schleppi: Videoüberwachung, längere Grünphasen – dennoch Staus

Die Ampel am Gasthaus Schleppi in der Saarbrücker Straße war zuletzt zum Zankapfel geworden. Seit eine Videokamera installiert w
Die Ampel am Gasthaus Schleppi in der Saarbrücker Straße war zuletzt zum Zankapfel geworden. Seit eine Videokamera installiert wurde, die den Kreuzungsbereich überwacht, ist die Lage dem Landesbetrieb Mobilität zufolge »verkehrssicher«.

Die Ampel am Gasthaus Schleppi in der Saarbrücker Straße hatte zuletzt für Unmut gesorgt. Ein Bürger monierte die fehlende Sicherheit für Fußgänger, Autofahrer beschwerten sich über lange Staus. Die Ampel wurde nun umgestellt, mit mäßigem Ergebnis. Mehr tun, geht aber nicht.

Autofahrer benötigen in Schönenberg-Kübelberg weiterhin Geduld. Trotz längerer Grünphasen der Ampel am Gasthaus Schleppi in Kübelberg zu den Stoßzeiten staut sich der Verkehr. Durch die Umstellung der Ampel „ist es besser geworden, aber es ist noch nicht optimal“, hat Ortsbürgermeister Thomas Wolf beobachtet. Optimal wird die Verkehrssituation auf der B423 in Kübelberg (Saarbrücker Straße) auch so schnell nicht werden, da sich an der Ampel in Höhe des Gasthauses Schleppi nicht endlos herumdoktern lässt. Deren Schaltung könne nicht weiter optimiert werden, sagt Jens Schürmann vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Kaiserslautern auf Anfrage der RHEINPFALZ.

Seit 1. März sei die Ampel so programmiert, dass zur Stoßzeit zwischen 14.30 und 17 Uhr die Autofahrer auf der Saarbrücker Straße länger Grün haben – aber nur, wenn alle zügig durchfahren. Lässt ein Fahrer die Lücke zum Vordermann zu groß werden, und sein Wagen wird innerhalb von vier Sekunden nicht von der Videokamera an der Ampel erfasst, dann werde die Grünphase früher abgebrochen, erläutert Schürmann.

Grünphase dauert 120 Sekunden

„Ausgeschöpft“ sei mit 120 Sekunden auch die Dauer der Grünphase an der Ampel. Eine noch längere Vorfahrt auf der Hauptstraße könne zu einer geringeren Akzeptanz bei Passanten und Autofahrern führen, die ihrerseits an der Fußgängerampel sowie in den Nebenstraßen an der Schleppi-Kreuzung auf Grün warten, so Schürmann.

Verkehrsplaner gehen davon aus, dass alles, was länger als zwei Minuten dauert, bei den wartenden Autofahrern und Fußgängern zu Unmut führt. „Daraus erfolgen vermeidbare Rotlichtverstöße und somit mehr Gefahrenpotenzial“, sagt Schürmann. Das heißt: Fußgänger gehen womöglich bei Rot über die Ampel und Autofahrer rollen los, noch ehe die Ampel auf Grün schaltet.

Nicht nur die Ampelschaltung sorgt für Stau

Aber es ist nicht allein die Ampel, die zu den Stoßzeiten für den Stau in Kübelberg sorgt. Schürmann spricht von „örtlichen Gegebenheiten“. Er meint damit zum Beispiel parkende Autos in der Saarbrücker Straße und den Anlieferverkehr zu den dortigen Geschäften, die den Verkehrsfluss stocken lassen. Hinzu komme das hohe Verkehrsaufkommen, wenn in den großen Homburger Industriebetrieben oder bei der Firma Minitec in Schönenberg-Kübelberg Schichtwechsel ist. Allerdings werde Ortsbürgermeister Wolf, der selbst bei Minitec tätig ist, nach eigenen Angaben von seinen Kollegen mittlerweile seltener auf Staus in Kübelberg angesprochen. Für ihn ein Zeichen: „Die Ampelschaltung ist besser geworden.“

Aktuell keine Beschwerden von Bürgern gibt es nach Angaben des Landesbetriebs hinsichtlich der Sicherheit der Fußgängerampel in Höhe des Gasthauses Schleppi. Bei hohem Verkehrsaufkommen war für Autofahrer nicht immer ersichtlich, dass die Fußgänger Grünlicht hatten. Das passierte dann, wenn Autofahrer im Kreuzungsbereich wegen der Linksabbieger in die Schmittweilerer Straße stoppen mussten, die Fußgängerampel in der Zwischenzeit aber auf Rot umsprang.

Auf die gefährliche Situation hatte RHEINPFALZ-Leser Axel Weber die Behörden hingewiesen. Daraufhin ließ der Landesbetrieb an der Ampelanlage eine Videokamera installieren, die den kompletten Kreuzungsbereich überwacht. Seitdem sei die Schaltung der Ampel „verkehrssicher“, sagt Schürmann. Daran hat Weber aber seine Zweifel. Nach Akteneinsicht und einem Gespräch mit den Verantwortlichen sei da Fazit gezogen worden: Es gibt nichts Vollkommenes.

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