Rammelsbach
Pfarrer Cwierz geht zurück nach Polen
Der 64-Jährige war 2007 als Nachfolger von Peter Namysl nach Rammelsbach gekommen. Die Verabschiedung findet am Sonntag, 3. Oktober, 16 Uhr, in der katholischen Kirche Glan-Münchweiler statt.
„Der Bischof in meinem Heimatbistum Kielce hat mich nach Polen zurückgerufen“, berichtet Cwierz. Im Bistum Speyer sei er „nur als Gastarbeiter“ tätig gewesen, sagt er augenzwinkernd. In seiner Heimat herrsche aktuell akuter Priestermangel, die personelle Situation der katholischen Kirche sei dort „drastisch“. Daher würden derzeit viele polnische Kollegen zurückgerufen.
Der Bischof entscheidet
Cwierz stammt aus Krakau. In Kielce wurde er inkardiniert. Die Stadt liegt im Südosten Polens zwischen Warschau und Krakau. Dort erwarte ihn jetzt „ein völlig neues Kapitel“, sagt der Theologe. Denn die kirchlichen Strukturen in Polen unterschieden sich sehr von den hiesigen. Auch sei noch nicht genau klar, wo und wie er genau eingesetzt werde. Dies entscheide noch der Bischof.
Ins Bistum Speyer kam Cwierz im Jahr 2001, wo er zunächst an der Weinstraße in Wachenheim tätig war. Nach sechs Jahren wechselte er in die Pfarreiengemeinschaft Rammelsbach, St. Remigius und Reichenbach und war seit der Strukturreform 2015 in der Großpfarrei Kusel als kooperierender Pfarrer eingesetzt. In Rammelsbach hatte er Gottesdienste in polnischer Sprache initiiert, die insbesondere von aus Polen stammenden Pflegekräften gut besucht wurden.
Eine Nachfolgeregelung gibt es nicht. „Der Grund dafür ist, dass mit Pfarrer Nils Schubert und Pfarrer Roland Spiegel dem Pastoralteam der Pfarrei Heiliger Remigius in Kusel weiterhin zwei Pfarrer angehören werden“, sagte ein Sprecher des Bistums.
Zur „zweiten Heimat“ geworden
Für Kazimierz Cwierz ist die Pfarrei Kusel und die Pfalz zur „zweiten Heimat“ geworden. Auf die Frage, was er vielleicht vermissen werde, sagt er sehr deutlich: „Alles!“ Daher stehe für ihn fest, dass er regelmäßig zurückkommen werde.
Zur Verabschiedung ist unter anderen auch der frühere Kuseler Dekan Rudolf Schlenkrich eingeladen. Anschließend ist ein Umtrunk geplant. Aufgrund der begrenzten Plätze ist eine Anmeldung für diesen Gottesdienst beim Pfarramt unter Telefon 06381 437170 erforderlich.