Kreis Kusel Partie bis zum Ende packend

BOSENBACH. Die starke Partie blieb packend und offen bis zum Schlusspfiff. Dann aber durften die „Föbos“ jubeln: Mit einem 3:2 (1:0)-Erfolg über die SG Glanbrücken-St. Julian hat sich die SG Föckelberg-Bosenbach gestern auf Platz zwei der Tabelle der B-Klasse Nord vorgearbeitet. Im wahrsten Sinne des Wortes: „War ein dreckiger Sieg gegen einen starken Gegner“, resümierte Trainer Timo Bäcker.
Dreckig war beileibe nicht abwertend gemeint – und trifft es denn auch. Ohne spielerische Glanzlichter en masse schafften die Gastgeber den Sprung auf Rang zwei, bei dem zuvor die „Edos“ mit ihrem bemerkenswerten 11:0-Coup beim bis dato Zweitplatzierten VfB Reichenbach II den Steigbügel gehalten hatten. In Bosenbach waren gestern Nachmittag Kampfeswille, Einsatzfreude und Leidenschaft Trumpf. Damit bestachen auch die Gäste, die in der letzten Minute ums Haar noch den Ausgleich geschafft hätten. Die 90. Minute lief, als Lucas Kunz den Hammer herausholte und aus 18 Metern einen abgewehrten Ball aufs Tor feuerte. Der Schuss nahm „Föbo“-Keeper Nils Metzger glatt die Luft. Der hatte pariert und war doch bei Kunz’ Granate tatsächlich k.o. gegangen. Die Kameraden richteten ihn wieder auf – und konnten ihrem Keeper für zwei Zähler danken. Der Ausgleich wäre für die nie aufsteckenden Gäste nicht mal unverdient gewesen. Der Tabellensiebte hatte sich tadellos präsentiert. „Die waren wohl am Ende abgezockter“, konstatierte Volker Dick, Urgestein der Spielvereinigung, der die Leidenschaft der Truppe lobte. Dem konnte Coach Harry Kihl nur zustimmen: „Ich bin keineswegs unzufrieden“. Lediglich das blanke Ergebnis konnte dem Trainer nicht schmecken. Ansonsten war Kihl angetan von seiner Mannschaft. Es hatte schon eine Weile gedauert, bis sich beide Teams auf dem Bosenbacher Hartplatz sortiert hatten. Die anfänglich doch arg holpernde Begegnung wurde zusehens besser, später richtig, richtig gut. Beide agierten munter nach vorne. So hätte Verlegenheits-Stürmer Marco Olsowski, ein gelernter Defensiv-Akteur, seine Farben in Front bringen müssen. Zu schwach aber sein Abschluss nach schöner Vorarbeit von Kevin Jung. Olsowski ließ kurz vorm Seitenwechsel noch mal eine gute Gelegenheit liegen, Abwehrchef Jochen Klein hatte zuvor mit einem Kopfball nach einer Ecke die Latte zittern lassen (40). „Unser Pech war, dass die Halbzeitpause für uns zu früh kam“, meinte Trainer Kihl ob des Schwungs seiner Elf kurz vorm Wechsel. Dicke Chancen hatten auch die „Föbos“: So in Minute 21, als Trainer Milos Odavic abzog, Keeper Philippe Lukas prima parierte. Der Ball fiel Sebastian Gramsch vor die Füße, der das Leder aber an die Latte setzte. Zwei Minuten später jedoch fiel die Führung – „e Grieb“, wie der Pfälzer sagt: Odavic setzte einen 17-Meter-Freistoß in die Mauer, holte für den Abpraller neu aus. Wieder traf er einen Gästespieler, der abgefälschte Ball aber trudelte unhaltbar für Lukas über die Linie. Die Führung hätte Matthias Gramsch ausbauen müssen. Er allerdings schob die Kugel in der 27. Minute freistehend vorbei. Die Vorarbeit hatte Marcel Mohr geliefert, der auf der rechten Außenbahn vor der Pause überragend agierte. Fast alles lief zunächst bei den „Föbos“ über diese Seite. Fünf Minuten nach dem Wechsel markierte der eingewechselte Lucas Kunz per Kopf nach Ecke von Manuel Dick den Ausgleich. Die Gäste wurden immer stärker – die „Föbos“ jedoch schlugen eiskalt zu. Beteiligt waren die Besten im Blauen Dress: Odavic – Johannes Liesenfeld–Mohr hießen die Stationen beim 2:1, beim 3:1 bereitete der einmal mehr bärenstark spielende Liesenfeld ebenso gekonnt den zweiten Odavic-Treffer vor. Trotzdem bliesen die Gäste unbeirrt zum Angriff. Belohnt wurden sie aber nur noch mit dem letztlich wertlosen Anschlusstreffer, den Christoph Dick per Hinterkopf markierte.