Lauterecken Parken auf dem Gehweg: Bürgermeister Müller wird nun auch selbst aktiv und kontrolliert
In der Stadt wird schärfer gegen Parker auf dem Gehweg vorgegangen. Das hat Verbandsbürgermeister Andreas Müller angekündigt. Notfalls kontrolliere er selbst. Das war schon ungewöhnlich. Denn gerade als die Sitzung des Stadtrats zum Abschluss kommen sollte, ergriff Müller das Wort. Das Parken auf Gehwegen sei ein großes Problem in Lauterecken. Vielfach sei im Amtsblatt auf das ordnungsgemäße Parken aufmerksam gemacht worden; gebracht habe es aber nichts. „Noch sind wir keine Bananenrepublik, wir haben Gesetze“, wurde Müller deutlich, der es nicht hinnehmen will, dass Autofahrer rücksichtlos parken und Fußgänger deshalb auf der Straße laufen müssen.
„Schilder werden nicht aus Jux aufgestellt oder weil so viele im Bauhof liegen“, sagte er. Mittlerweile werde konsequent vorgegangen, heißt: Auch Müller selbst fotografiert Falschparker. Besonders ärgert ihn, dass „ein Ehrenamtlicher der Stadt“ dagegen Einwände habe – aus Sorge, es werde dann nicht mehr eingekauft. Dabei seien diese Kontrolle Aufgabe der Verbandsgemeinde, nicht der Stadt.
Stadtbeigeordneter Heinrich Schreck gab sich als „dieser Ehrenamtliche“ zu erkennen. Er stimme zwar Müller grundsätzlich zu. Doch solle man lieber mit den Leuten reden statt mit Strafzetteln zu drohen. „Das hat schon gefruchtet.“ Zudem mache sich Müller damit unbeliebt und „einen schlechten Namen“.
Müller widersprach: Zwei Monate lang sei ein VG-Mitarbeiter auf Parksünder zugegangen und habe Gespräche geführt. Die Besserung sei aber nur von kurzer Dauer gewesen. „Wenn ich Gesetze beachte, ist mir der Vorwurf eines schlechten Namens gerade egal. Ich bin der Verantwortliche der Verwaltung, der es zu kontrollieren hat. Daher bin ich mir auch nicht zu schade, selbst die Ordnung wieder herstellen zu wollen“. Die Bürger hätten ein Recht darauf, den Gehweg zu nutzen.