Kreis Kusel Nur der Geräuschpegel stört

Musik und bildende Kunst haben Schüler der fünften bis zwölften Klassen des Veldenz Gymnasiums Lauterecken in Einklang gebracht. Von Plastiken über Skizzen bis hin zu Puzzles reichte das Repertoire. Bei der kurzweiligen Vorstellung sorgte der Lärmpegel, den die erwachsenen Besucher verursachten, für die einzigen Misstöne, da sowohl musikalische als auch mündliche Vorträge fast untergingen.
Die Jahresausstellung der Fachbereiche Kunst und Musik lockte zahlreiche Besucher in das Foyer. Musik, abgestimmt auf die Werke, sollte in Verbindung mit einer kurzen Erklärung der Schüler zur Entstehungsgeschichte und Vorgehensweise die Besucher in die Themenkomplexe einführen. Lehrerin Susanne Bender und Künstler Rinaldo Greco unterstützten die Schüler bei der kreativen Umsetzung ihrer Ideen. Greco hatte rund ein halbes Jahr mit den Schülern gearbeitet und „teuflisch gute Talente“ entdeckt. Die fünften Klassen fertigten Musikanten als Tonplastiken an. Mina und Lea erklärten ihr Vorgehen, vom Klumpen Ton über das kleine, noch etwas unförmige Männchen bis zum Musikanten. „Das dreidimensionale Kunstwerk musste zweimal gebrannt werden, einmal zum Aushärten der Figur und noch mal nach dem Bemalen auf 1020 Grad“, erklärten die beiden Schülerinnen anschaulich nach der ersten Flötendarbietung der fünften Klassen. Zahlreiche Gäste besuchten den Kunstraum, in dem nicht nur die Plastiken ausgestellt wurden, sondern auch Bilder der zwölften Jahrgangsstufe im impressionistischen Stil. Die elften Klassen präsentierten Acrylbilder im Stile der „Geburt der Venus“ von Botticelli. Das Thema „Musik und Kunst“ im Fokus hatten auch die zehnten Klassen. Es sei eine Herausforderung gewesen, Musik und Kunst zu verbinden, erklärte Tobias. Daher stellten sie die Hände, die beim Musizieren eine elementare Rolle einnehmen, in den Mittelpunkt. Um die Proportionen der Hände richtig einzuschätzen, wurden Vorzeichnungen sowie Fotos der Hände mit dem Lieblingsinstrument gemacht und es entstanden auch Plastiken. In einem anderen Raum wurden neben Porträts von Johann Sebastian Bach auch Bilderpuzzles von Marilyn Monroe im Stile Andy Warhols oder „Der Schrei“ von Edvard Munch in Ölfarbe ausgestellt. Die Veranstaltung zeichnete sich durch große Vielseitigkeit aus. Schulleiterin Karin Ding erklärte, dass nach dem Konzert der Abiturienten im vergangenen Jahr die Idee fortgesetzt werden sollte. Bei dieser Veranstaltung handelte es sich trotzdem um eine Art Premiere, die sehr gut besucht war und tolle Ergebnisse hervorbrachte. Jedoch ging die Idee des „Werkstattcharakters“ nicht ganz auf. Trotz Café und gemütlicher Lounge in zwei Sälen zogen es viele Besucher vor, im Foyer in der Nähe des Verkaufsstandes zu bleiben. Die musikalischen Darbietungen und Einführungen in die Vorgehensweisen der Werkgruppen, gingen daher in dem vorhandenen Geräuschpegel leicht unter. „Wir haben daraus gelernt“, erklärte Ding. Künftig wird der Verkauf von Getränken und Speisen in einem der Säle stattfinden, damit die Verbindung zwischen dem musikalischen und dem bildhaften Werk besser verstanden werden kann. Der Eintritt war frei, Spenden werden zum Aufbau einer Notenbibliothek verwendet und für die Anschaffung neuer Bilderrahmen. (sbs)