Kreis Kusel Nicht nur lustige Stücke im Angebot

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Nachdenklich, traurig, lustig, unterhaltend und bestimmt auch lehrreich. So stellen sich die neun Stücke inklusive vier Uraufführungen dar, die beim 17. Kinder-, Jugend- und Familientheaterfestival in Ottweiler und Saarlouis in Zusammenarbeit mit dem Theater „überzwerg“, Saarbrücken , gezeigt werden. Zwischen 13. und 27. Oktober gibt es 18 Vorstellungen, die sich an junge Leute von vier bis 16 Jahren richten. Spielorte sind das Schlosstheater Ottweiler und das Theater am Ring, Saarlouis.

Eröffnet wird das Theaterfestival am Samstag, 13. Oktober, mit „Meteorit“, einem Ein-Frau-Stück mit Anna Schimrigk, die auch Regie führt. Das frühere „überzwerg“-Mitglied aus Saarbrücken beschäftigt sich intensiv mit Elektra, einer tragischen Figur der griechischen Mythologie. Elektra erfindet für sich eine neue Identität – als Meteorit. Ein ungewöhnliches Erlebnis ereilt Anna: Gerade von ihrem Freund verlassen, schaut sie aus Verzweiflung ihren Lieblingsfilm, der sie zum Weinen bringt. In dieser tristen Nacht macht sie Bekanntschaft mit dem Hausmeister. Doch dieser ist ganz anders, als sie ihn sich vorgestellt hat. Das Stück „Mitternachtsgäste“, zu sehen am Sonntag und Montag, 14. und 15. Oktober, wird inszeniert von der Freien Bühne München. Eine Mischung aus Konzert und Theater bringt das „theaterkohlenpott“, Herne, mit „Ich bin Jerry“ am Mittwoch, 17. Oktober, auf die Bühne. Alle Welt fühlt sich belogen und betrogen von den Medien, den Unternehmen, der Politik. Dieser Haltung hat Jerry den Kampf angesagt. Denn ohne Vertrauen keine Liebe. Auf der Shakespeare-Tragödie basiert das Stück „Heinrich der Fünfte“, welches das „Theater Grüne Soße“ aus Frankfurt am Donnerstag, 18. Oktober, aufführt. Die Staatskasse des jungen Königs ist klamm. Weil Frankreich früher zu England gehörte, will er sich bei einer Reise Geld beschaffen. Doch nicht einmal die Königstochter will ihn ehelichen. Da zettelt Heinrich einen Krieg an. Die Höhen und Tiefen der Integration thematisiert „Integrama“, eine Produktion des integrativen Theaters „Schams“, St. Ingbert, am Samstag, 20. Oktober. Religiöse Traditionen, die Rolle der Frau, Sprachbarrieren und die Situation in Deutschland stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Was ist typisch Junge, was typisch Mädchen? Albi Gika und Katharina Wiedenhöfer vom Tanztheater Célestine Hennermann, Frankfurt, wechseln in „Rock wie Hose“ ständig die Rollen. Das ausgezeichnete Stück, das auf einer Umfrage unter Kindern basiert, ist am Sonntag und Montag, 21. und 22. Oktober, zu sehen. Um Sterben und Tod geht es in „Schlafen Fische?“. Die kleine Jette erinnert sich an ihren Bruder, an sein Leiden und an das gemeinsame Warten auf das Ende. Die teils sehr traurige Geschichte inszeniert die Schauspielerin in Zusammenarbeit mit dem Saarländischen Staatstheater am Mittwoch, 24. Oktober. Die Kleinsten können sich auf das „Frühstück mit Wolf“ am Freitag und Samstag, 26. und 27. Oktober, mit dem Theater „überzwerg“ freuen. Info —Spielort Schlosstheater Ottweiler: Samstag, 13. Oktober, 18 Uhr, „Meteorit“ (ab 16); Sonntag, 14., 18 Uhr, und Montag, 15., 10 Uhr, „Mitternachtsgäste“ (ab 16); Mittwoch, 17., 10 Uhr, „Ich bin Jerry“ (ab 13); Donnerstag, 18., 10 Uhr, „Heinrich der Fünfte“ (ab neun); Sonntag, 21., 15 Uhr, und Montag, 22., 10 Uhr, „Rock wie Hose“ (ab fünf); Mittwoch, 24., 10 Uhr, „Schlafen Fische?“ (ab neun); Freitag, 26., 10 Uhr, und Samstag, 27. Oktober, 15 Uhr, „Frühstück mit Wolf“ (ab vier). —Spielort Theater am Ring, Saarlouis: Sonntag, 14., 16 Uhr, und Montag, 15. Oktober, 10 Uhr, „Frühstück mit Wolf“; Mittwoch, 17., 10 Uhr, „Heinrich der Fünfte“; Donnerstag, 18., 10 Uhr, „Ich bin Jerry“. —Kartenvorverkauf und Infos im Rathaus Ottweiler, Telefon 06824 300828, E-Mail: jugendverwaltung@ottweiler.de.

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