Haschbach RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer Mörtel für die alte Burg

Die Ruine neben der Propsteikirche St. Remigius.
Die Ruine neben der Propsteikirche St. Remigius.

Der Landkreis nimmt Geld in die Hand für eine seiner Burgen. Bei der Michelsburg auf dem Remigiusberg steht eine Sanierung an. Das Mauerwerk ist brüchig.

Die letzte größere Instandhaltung der denkmalgeschützten Mauern der Ruine liegt über 25 Jahre zurück. Bereits 2016 stellte sich heraus, dass ein Teil der Steinmauern zunehmend brüchig geworden war.

Sicherung und Sanierung einer Burg aus dem 13. Jahrhundert ist kein Geschäft, das jeder Handwerksbetrieb um die Ecke übernehmen kann. Die Ingenieure von Schwing und Partner aus Karlsruhe, die bereits bei der Burg Lichtenberg im Einsatz waren, erstellten ein Gutachten.

Anschließend gingen vier Angebote bei der Bauabteilung ein. Der Kreisausschuss hat den Auftrag am Mittwoch für 144.000 Euro an die Bau-Sanierungstechnik aus Gernsheim in Hessen vergeben. Der Nächstbietende wollte die Arbeiten für 170.000 Euro ausführen. Der Zuschuss des Landes aus dem Investitionsstock liegt bei 80.000 Euro.

Bereits im Oktober und November sollen nun der Mauerkern verpresst und die Hohlräume mit einem Spezialmörtel neu verfüllt werden. Die Mauerkronen will die Firma zum Teil neu verlegen.

1127 wurde erstmals eine Wehranlage aus Holz an der Stelle erwähnt. Das Gebäude soll mehrmals zerstört worden sein. Die heutige Burgruine war 1260 von Graf Heinrich II. von Veldenz zum Schutz der Propstei errichtet worden. Sie wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 teilweise zerstört. Nach der Französischen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts war sie nicht mehr bewohnbar.

Von der Katholischen Kirchenstiftung Remigiusberg ging sie später an den Kreis über. Die benachbarte Propsteikirche St. Remigius gehört nach wie vor der katholischen Pfarrei.

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