Lauterecken-Wolfstein RHEINPFALZ Plus Artikel Neue, erweiterte Kioske für Schwimmbäder geplant

Es soll einen neuen Sprungturm für das Wolfsteiner Bad geben (unten) und wieder ein Kiosk im Gebäude oben links betrieben werden
Es soll einen neuen Sprungturm für das Wolfsteiner Bad geben (unten) und wieder ein Kiosk im Gebäude oben links betrieben werden – möglicherweise auch außerhalb der Badesaison.

Investitionen in die kommunalen Schwimmbäder stehen an. Sowohl im Königsbergbad als auch im Rüllbergbad sollen die Kioske saniert werden. Je 100.000 Euro werden fällig. In Wolfstein muss zudem eine Lösung für den sanierungsbedürftigen Sprungturm her.

Betonabplatzungen am Fünf-Meter-Podest des Sprungturms erforderten bereits im Sommer im Wolfsteiner Bad erste Maßnahmen. An der Unterseite am Absprung musste mittels eines Alublechs ein Eck verkleidet werden. Auch an anderen Stellen schaut die Armierung des rund 50-jährigen Sprungturms hervor, berichtet Hagen Bojak vom Ingenieurbüro. Ursache ist unter anderem das chlorhaltige Wasser, aber auch Änderungen am Geländer. Es gibt Schrauben, die nicht entfernt wurden, nun rosten und für weitere Abplatzungen des Betons sorgen. All das mache bei einer Sanierung die komplette Freilegung des Turmes nötig. Der Abriss der maroden Teile wurde allein vorläufig auf rund 67.500 Euro geschätzt, die gesamte Sanierung auf rund 172.000 Euro.

Bojak gibt allerdings zu bedenken, dass man nicht in den Turm schauen könne und die Kosten in Teilen „wie Kaffeesatzlesen“ seien. Obendrein sei die Beschichtung, die der Turm erhalte, auch nicht für die Ewigkeit gemacht, sodass nach fünf oder zehn Jahren erneute Investitionen und schlimmstenfalls ein Abriss nötig würden. Die Alternative – die Anschaffung eines neuen Sprungturmes – ist da schon klarer zu kalkulieren. Ein Edelstahlkonstrukt optisch ähnlich dem aktuellen Turm mit Einer, Dreier und einem Fünfer, sei aktuell für rund 105.000 Euro zu haben. Dazu käme noch der Abriss des alten Turms für geschätzte 35.000 Euro (so viel hatte laut Bürgermeister Andreas Müller der Abriss des alten Jugendtreffs in Lauterecken gekostet) oder auch das potentielle Entfernen der Fundamente für knapp 12.000 Euro. Die Gesamtkosten beziffert Bojak auf rund 226.000 Euro. Hierbei sei jedoch bewusst hoch kalkuliert worden.

Abgegrenzter Kioskbereich

Das Potential für Einsparungen sei jedoch auf jeden Fall vorhanden, erklärt Werkeleiter Fred Wolf. Der Werksausschuss sprach sich einstimmig für einen neuen Sprungturm aus. Einigkeit besteht auch bezüglich der beiden Kioske an den Bädern. In beiden Fällen lag eine Grobplanung vor, die in Wolfstein beispielsweise auch die Elektro- und Wasserinstallationen berücksichtigt, in Grumbach zahlreiche Verschönerungsmaßnahmen, auch bezüglich des Eingangstors. In beiden Fällen wird mit einem Kostenrahmen von rund 100.000 Euro kalkuliert.

Es soll an beiden Standorten optisch ansprechend werden, zusätzliche Sitzgelegenheiten geben sowie einen Zaun, um den Kiosk vom Bad abzugrenzen. Er soll auch autark betrieben werden können. Heißt: Es soll möglich werden, beispielsweise auch reine Radtouristen zu bewirten, die dann nicht heimlich zum Nulltarif schwimmen gehen.

„Alles andere als Luxus“

Zudem könnten die Öffnungszeiten länger sein, als die des Bades. Wolf erklärt, dass der Kiosk an beiden Standorten mehr sein soll als ein gewöhnliches Schwimmbadkiosk, beispielsweise könne er auch außerhalb der Saison betrieben werden. Das erleichtere auch die Suche nach einem Betreiber. Als dritte Komponente nennt er, dass nicht nur das Bad als solches, sondern der ganze Komplex optisch ansprechend gestaltet werden solle.

Mit der Sanierung des Kiosks und des beliebten Sprungturms in Wolfstein seien für etliche Jahre keine größeren Investitionen mehr fällig, da das Bad ansonsten mit Edelstahlbecken, neuem Spielplatz und WC-Anlage gut aufgestellt sei, erklärt Müller. In Grumbach sei es „alles andere als Luxus“ den Eingangsbereich einladend zu gestalten, sodass „nicht mehr Jahrhunderte“ zwischen Eingang und Bad lägen.

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