Kreis Kusel Nach den Feiertagen raus in die Natur
Die Tradition und all die altbekannten feiertagsbedingten Umstände – festliche Schlemmerei und Müßiggang – ziehen wieder wie magisch hinaus ins Freie. Doch auch die Rast gehört dazu. Dass die Einkehr beim „Wannerschdaach“ zum Erlebnis wird, dafür sorgen am kommenden Donnerstag wieder Vereine, Ortsgemeinden und Gastronomiebetriebe am Herrmannsberg.
Hüttenzauber inklusive: Vor der Sachsbachtalhütte bei Elzweiler wird wieder ein anheimelndes Feuer entfacht, während unterm schützenden Dach allerlei Leckeres wartet – ob in flüssiger oder fester Form. „Feuriger Engel“ und „weißer Nikolaus“ heißen die heißen Tröpfchen, die gereicht werden, nebst weißem Glühwein. Musik gibt’s obendrein, die Udo Frank beisteuert. Wenn bereits um 10 Uhr die Hütte öffnet und der Zauber beginnen kann, werden die Letzten wohl noch gar nicht gestartet sein. Spielt aber keine Rolle: Die Hütte, bewirtschaftet von Vereinen und Gemeinde, ist lange genug offen. Und sie ist ja beileibe nicht das einzige Plätzchen, dass beim „Wandertag am Herrmannsberg“ ein gemütliches Verweilen verheißt. Sogar in Elzweiler selbst ist ein weiterer Anlaufpunkt. Auch das Gasthaus Müller hat am Donnerstag geöffnet. Alle machen wieder mit. So öffnet in Welchweiler das so traditionsreiche, zum Bedauern vieler nicht mehr regulär geöffnete Gasthaus Göres anlässlich des Wandertags am Donnerstag, 27. Dezember, seine Pforten. Aber unbedingt reservieren, empfiehlt die Wirtin, deren Küche weithin hochgeschätzt ist und die auch den geschützten Innenhof heizt. Dort ist die Glühwein-Bar erster Anlaufpunkt, dort spielt im wahrsten Sinne des Wortes die Musik, für die Matthias Kinder aus Bedesbach sorgt. Nur wenige Steinwürfe entfernt ist die zweite Welchweilerer Station: Die Brennerei Emrich öffnet ihr Bennerstübchen ebenfalls alle Jahre nach Weihnachten. So auch am Donnerstag, wenn ab 10 Uhr alles schon bereit steht. Zum „Tag der offenen Tür“ lädt die Brennerei Reiner Emrich & Sohn ein. Klar, dass eine Brennereibesichtigung zu den Gelegenheiten gehört, die der Wandertag zu bieten weiß. Stärkungen werden in auch in fester, ebenso aber in flüssiger Form gereicht – klar, in einer Brennerei nicht anders zu erwarten. Neben allerlei Bränden und Likören aber gibt es selbstredend auch ganz Profanes. Bier etwa, das auch im eigens aufgebauten und beheizten Zelt ausgeschenkt wird. Auch bei Emrichs Brennerstube ist Musik vorgesehen, für die Alleinunterhalter Wolfgang Baier bürgt. Mit Horschbach beteiligt sich selbstredend auch die dritte im Bunde der Herrmannsberg-Gemeinden an diesem im Kreis Kusel noch sehr lebendigen Brauch des „Wannerschdaach“, der jedoch besonders auf jener Anhöhe überm Glantal Besonderes verheißt. In Horschbach gehört eine Einkehr im Gasthaus „Zum Alten Keiler“ einfach dazu. Dort, bei OIiver Allmang, warten wieder Schnitzel-Variationen. Sogar vegane Kost gibt es beim Keiler, geöffnet hat die beliebte Hütte des Lokals.